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Das Ich, das ich wieder bekam

Geschrieben von LifeLine | Veröffentlicht am 17.03.2019 | AR | 1 931


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Das Geschenk, das ich nie haben wollte


Ich fand es nicht nett, dass ich meine Tochter einfach so alleine lassen musste. Schließlich hatte sie sich so sehr auf den Abend gefreut. Schon die ganze Woche über. Den einen Film, welchen ich ihr zum achten Geburtstag geschenkt hatte, wollten wir uns alle gemeinsam ansehen; dass hatte jedenfalls meine Frau versprochen. Nur leider konnten wir das beide nicht; meine Verlobte musste zu ihrer Arbeit und ich zu einem Firmenessen.

Nur war es, wie ich anfangs angenommen hatte kein Firmenessen. Jedenfalls nicht so richtig. Anstatt das die gesamte oder in diesem Fall nur ein kleiner Teil der Firma zu einem Essen eingalden wird und man sich über sein eigenes Leben, seine Familie oder generell über private Dinge unterhält, wurde gegessen und darüber geredet, wie man z.B. mehr Arbeitsplätze in unseren Büros schaffen oder wie man mehr Bewerber anlocken kann. Mit anderen Worten: Eine langweilige Versammlung - wobei der Beruf den hatte nicht langweilig war, sonst hätte ich ihn schließlich nicht gemacht -, bei der es keine Kommunikation über seine eigenen Themen gab. Diese "Langeweile" führte übrigens auch dazu, dass ich mich nicht auf das Essen, welches uns in mehreren Gängen serviert wurde konzentrierte und das Geschmackserlebnis nicht auskosten konnte, wie ich es sonst immer tat.

Wie alles andere, fand auch das Essen ein Ende. Kurz vor 23 Uhr fuhr ich anschließend mit dem Auto zurück in meinen ca. 15 Minuten entfernten Heimatort. Die Fahrt selbst musste allerdings nach kurzer Zeit unterbrochen werden, da der Benzintank beinahe leer war. Also brachte ich den Wagen an eine Tankstelle, um ihn anschließend zu befüllen. Ich tat dies für ungefähr eine Minute. Dann ging ich anschließend in den Laden, um zu bezahlen. Dabei fiel mir auf, dass meine Blase entleert werden musste - während des Essens war ich nur ein einziges Mal auf der Toilette gewesen und das lag, als ich mich vor der Kasse befand ungefähr eine Stunde zurück. Also fragte ich nach der Bezahlung die Kassiererin, ob diese Tankstelle eine integrierte Toilette hatte. Sie beantwortete meine Frage mit einem ja, gab mir darauf den Schlüssel und sagte anschließend, dass ich einmal hinter das Gebäude gehen musste, um eine Tür zu finden mit einem lackierten Weißblech, auf der eine minimalistische Frau und ein Mann abgebildet waren.

Eine halbe Umrundung um das Gebäude später stand ich im WC. Auf kleinstem Platz befand sich dort eine Toilette, ein Urinal und ein Waschbecken. Alles aber noch so verteilt, dass man für jedes einzelne Gerät genug Platz hatte, um sie zu bedienen. Ich entschied mich für das Urinal, weil ich selbst mehrfach die Erfahrung gemacht hatte, dass man durch diesen mehr Zeit sparen kann, sei es auch nur für ein paar Sekunden. Das Gefühl, sich von seinem eigenen körperlichen Druck zu befreien, war eine Kombination aus einer Erleichterung und Befriedigung.

Trotz der Tatsache, dass ich meine Körperflüssigkeiten ausgeschieden hatte, schmerzte meine Blase immer noch so, als würde sie jeden Moment einreißen. Es war aber nicht mehr das unerträgliche Gefühl, so als ob ich sterben würde, sondern mehr ein befreiendes Gefühl.

Ich drückte anschließend auf den Abzugknopf, das lautrauschende Wasser lief mitsamt meines Urins durch das Loch in die Kanalisation und ich machte mich auf den Weg zum Waschbecken. Ich drehte den Hahn auf, wusch mir die Hände, drückte auf den Seifenspender, die weiche, weiße Chemie lief mir auf die linke Hand, rieb meine Hände ein, hielt sie anschließend wieder unter den fast runden Miniatur-Wasserfall und drehte den Hahn wieder zu. Nach der Prozedur wanderten meine Hände zum Papierspender, um das weiße, raue, nach unten heraushängende und mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit billig hergestellte Material zu entnehmen. Und trotzdem hielt das Produkt sein Versprechen: das Wasser aufzunehmen und die greifenden, an den Unterarmen befindenden Gliedmaßen abzutrocknen.

Nachdem ich das Papier in den Mülleimer unterhalb des dazugehörigen Spenders geworfen hatte, erblickte ich mich selbst im Spiegel. Ein 48 Jahre alter Mann, an dessen Gesichtsausdruck man erkennen konnte, dass er keinen guten Tag erwischt hatte stand vor mir. Die Haare waren kurz geschnitten und trotzdem mit Haargel nach hinten gezogen. Das Gesicht gab mehrere Falten zum Vorschein - nicht nur wegen seines Alters, sondern auch wegen seiner Frust. Die Kleidung die er trug, waren ein schwarzer Anzug mit dünnen, senkrecht wandernden, dunkelblauen Linien, einer roten Krawatte - wie klassisch -, einer ebenfalls schwarzen, glattgebügelten Hose und schwarzen, polierten Schuhen - oder anders formuliert: Die stereotypistische Kleidung, welche Arbeitsangestellte tragen müssen.

Jedoch war dies nur die Oberfläche, mit der ich meine Präsenz zeigte. Von außen sähe man damit stark, dominat, anführerisch aus. In Wirklichkeit war ich keines von den dreien. Stark ist bei mir relativ betrachtet, da ich mich selbst noch für fit und beweglich hielt, an meinem Bauch aber sich eine kugelrunde und vor allem feste Fettschicht gebildet hatte, die man jedoch zum Glück nicht wirklich unter der Kleidung sah. Dominant war ich weder auf der Arbeit noch bei mir zu Hause - meine Frau und ich teilten uns die Arbeiten auf -; sein wollte ich es auch nicht. Und anführerisch war ich schon lange nicht mehr.

Die gute, alte Zeit, in der man noch jung und fit war, das lange Leben noch vor sich hatte, man noch keine Arbeit hatte, mit der man sein tägliches Brot verdienen musste und man sich mit seinen Freunden traf und jeden erdenklichen Blödsinn gemacht hatte. Diese Zeiten sind leider schon längst erloschen. Meine Freunde - Ehemalige, wie auch Neue - treffe ich mittlerweile ausgesprochen selten und meine Arbeit packt an meinem eigenen Leben, um mich in der Arbeitswelt zu behalten. Ich möchte meinen Job deswegen nicht kritisieren, dennoch ist sie zeit- und für mein eigenes Gedächtnis so ressourcenfressend, dass ich am Abend nicht mehr die Kraft besitze, mich um meine eigenen Ideen und manchmal auch Interessen zu kümmern. Ich habe höchstens noch ausreichende Kapazitäten, um für meine Tochter da zu sein. Deswegen hatte ich hin und wieder das Verlangen, dass ich all dies einfach fallen lassen könnte, wenn auch nur für einen Tag. Auch, als ich mich selbst im Spiegel an jenem besonderen Abend betrachtete.

Doch irgendwann fing mein Kopf an zu schmerzen. Am Anfang dachte ich, dass es sich um Konzentrationsschmerzen handelte, die ich vom ganzen hingehöre beim Firmenessen bekommen hatte und das diese auch wieder schnell verschwinden würden. Doch sie verschwanden nicht. Im Gegenteil: sie wurden immer lauter und qualvoller.

Mein linke Hand stützte sich auf den Rand des Waschbeckens ab. Die rechte Hand hingegen klammerte sich an meiner Stirn fest; einen Prozess, den wir Menschen immer ausführen, auch wenn dieser eigentlich nichts bringt - keine Heilung, geschweige denn eine Linderung der Schmerzen.

Mein Atem wurde immer langsamer und intensiver. Das Leiden in meinem Kopf unerträglicher. So unerträglich, dass jede Person alles dagegen getan hätte, um die Schmerzen zu unterbinden. Und gerade als ich dachte, dass es nicht mehr schlimmer werden konnte, fing der ursprüngliche Horror gerade erst an.

Das qualvolle Feuer wanderte von meinem Gehirn langsam aber sicher hinab in den restlichen Bereichen meines Körpers. Zuerst nagte es an meinem gesamten Hals. Alles zuckte - ich konnte es sowohl fühlen. als auch sehen; kleine Stellen an der Hautschicht ragten empor, verschwanden wieder, neu bildeten sich an anderen Stellen. Ich wollte versuchen etwas zu sagen. Aber nichts kam aus meinem Mund heraus. Nicht einmal ein einziger Laut, wenn man ein leises und feines Ausatmen nicht dazuzählen lässt.

Dann erreichte die Welle meine Brust. Der Herzschlag wurde von Sekunde zu Sekunde immer schneller und schneller. Genau so wie mein Atmen. So ein Gefühl hatte ich für gewöhnlich nur, wenn ich Hochleistungssport gemacht und anschließend eine Pause eingelegt habe. Nur das letzte mal, dass ich so etwas in der Art gemacht hatte, lag schon mehr als zehn Jahre zurück.

Dann erreichte der Schmerz meine beiden Arme und der Linke, der mein gesamtes Gewicht zuvor gestüzt hatte, gab nach und meine Stirn knallte mit voller Wucht gegen den Rand des Waschbeckens. Kurz darauf fiel ich in Ohnmacht.


Alles war schwarz. Mehr sah und vernahm ich nicht. Was ich aber vernahm, war ich selbst. Mehr mein eigener Körper. Zwar konnte ich mich selbst nicht sehen, aber fühlen. Ich lag auf dem Boden. Das Material, auf dem ich lag, konnte ich nicht identifizieren. Es war also unbekannt für mich. Die beiden Arme richteten sich neben den beiden Seiten meines Körpers aus, die Handinnenflächen auf den Boden gedrückt, hob meinen Oberkörper an, das rechte Bein machte einen Knick nach vorne und richtete mich anschließend wieder auf.

Ich sah mich um. Wieder nichts als schwärze. Nichts konnte ich sehen, noch hören. Auch dann nichts, als ich meine Füße auf den Boden schmetterte. Und ganz plötzlich tauchte hinter mir aus dem Nichts ein Licht auf. Ich richtete mich in dessen Richtung und sah eine gelbleuchtende Kugel über den Boden schwebend. Anfangs wollte ich nicht auf die Kugel zugehen, doch dieser Gedanke war schnell wieder verblasst, als ich darüber nachdachte, dass es hier sonst nichts anderes zu tun, geschweige denn zu sehen gibt. Mit einer stetig wachsenden Unsicherheit machte ich langsame Schritte in die Richtung der schwebenden Kugel. "Was ist das hier?", fragte ich mich, mein Gang immer noch auf die Kugel fixiert, "Warum fühle ich die Temperatur dieses Lichtes? Ist das alles hier ein Traum? Falls ja, dann fühlt dieser sich so real an, dass das hier kein Traum sein kann". Dann blieb ich stehen. "Wenn das hier ein Traum wäre, dann müsste ich in der Lage sein selbst aufzuwachen". Ich ballte meine rechte Hand zu einer Faust und schlug mir so stark und schnell ich konnte in mein Gesicht. Anstatt, dass ich aufwachte, blieb ich jedoch in dieser Welt. Und nicht nur das: Ich spürte zusätzlich nicht den erwarteten Schmerz. Um es nochmal zu überprüfen, schlug ich mich an der gleichen Stelle. Wieder keinen Schmerz. Ich schlug nochmal drauf. Und ein viertes, fünftes, sechstes Mal. Beim vielleicht zehnten oder neunten Schlag stoppte ich den Prozess. "Wieso wache ich nicht auf?", dachte ich wütend, verzweifelt, ängstlich.

Als sich die unsicheren Gefühle wieder gestillt hatten, setzte ich mein ehemaligen Gedanken buchstäblich in Bewegung und machte mich auf in Richtung Kugel.

Da stand ich nun. Nur noch einen Schritt von der Kugel entfernt. Erst ab dem Zeitpunkt fing ich an, den Ball genauer zu inspizieren. Dieser schwebte grob einen Meter über den nicht sichtbaren Boden, dessen höchster Punkt war auf der Höhe meines Halses und auf der Oberfläche schoßen immer mal wieder Strahlen heraus, welche aber immer wieder in das Objekt zurückflogen. Dieser Anblick erinnerte mich an die Sonnenwinden auf unserem überlebenswichtigem Stern.

Ich tat dann etwas, was jeder Andere in anbetracht der Situation auch getan hätte. Mein rechter Arm erhob sich und dessen Hand stützte sich auf die Oberfläche ab. Sie fühlte sich angenehm und warm an. Und ich fühlte mich wohl.

Plötzlich traf einer dieser Strahlen auf meine Handaußenfläche. Erschrocken wollte ich mich davon zurückziehen, aber ich konnte es nicht. Die Hand klebte nun an der Kugel und ich konnte sie nicht abziehen. An der Stelle, wo der Strahl mich berührte, breitete sich kreisförmig ein leuchtendes Etwas in alle Richtungen meines Körpers aus. Ich bekam immer mehr Angst, je weiter der Lichtfluss meinen Körper durchströmte. Ich konnte fast meinen, mich selbst als Taschenlampenersatz zu bezeichnen. Gleichzeitig durchwärmte mich der Lichtstrom.

Als schließlich jede einzelne Stelle an meinem Körper leuchtete, wurde ich von Sekunde zu Sekunde immer heller. Jedoch nicht mit einem weißen, sondern gelben Lichtgewand. Und trotz der Tatsache, dass ich irgendwann nichts mehr sehen konnte, wurde ich nicht blind.

Ganz plötzlich wurde ich mit einer straken Wucht von der Kugel weggeschleudert. Es waren sicherlich fünf bis sechs Meter. Und ich fiel erneut in Ohnmacht.


Irgendwann kam ich wieder zu mir. Mein Blickfeld richtete sich auf eine weiße, mit mehreren Rillen ausgestatte Wand. In dem Moment realisierte ich, dass ich mich immer noch auf der Toilette an der Tankstelle befand. Ich richtete mich auf. Direkt vor mir befand sich immer noch der Spiegel. Nur die innere Person war eine Andere. Fast so, als wäre sie ausgetauscht worden. Aber dem war nicht so. Den Menschen, den ich im Spiegel betrachtete, der war ich selbst.

Erschrocken ging ich einen Schritt zurück. Als ich auf die Wand prallte, kam mir der Gedanke auf, dass ich mich selbst in der Reflektion nicht sehen wollte. Somit schloss ich meine Augen. "Das ist jetzt nicht wahr, oder!?", war der erste Gedanke, welchen ich erfassen konnte.

Irgendwann merkte ich allerdings, dass es Schwachsinnig war, mich nicht mehr ansehen zu wollen, trotz der Situation, welche ich mir nicht erklären konnte und eigentlich auch nicht möglich war. Also öffnete ich meine Augen und sah in mein Gegenüber im Spiegel. Anschließend trat ich näher heran, damit ich mich selbst besser betrachten konnte.

Mein Gesicht hatte sich um mehrere Jahre verjüngert. Das erkannte ich daran, dass die Haut wesentlich straffer geworden war. Die Haarefarbe war nicht mehr braun mit vereinzelten Stellen grauer bis teilweise weißer Bereiche, sondern braun-blond - und zwar an jeder Stelle. Und die Haare selbst waren nicht mehr kurz und nach hinten gegelt, sondern gingen mir bis zum oberen Teil meines Halses und waren auch zerzaust. Und selbst die Kleidung war nicht mehr dieselbe. Anstatt des schwarzen Anzugs mit roter Krawatte, trug ich ein hellbläuliches Hemd mit einer silbernden Krawatte mit in regelmäßigen Abständen liegenden blauen Quadraten darauf. Auch der Körper war nicht mehr ganz derselbe. Zwar sah Ich nicht die Nacktheit von diesem, aber aufgrund der Tatsache, dass die Kleidung sich etwas nach innen drücken ließ, konnte man erahnen, wie ich bebaut war.

Als ich von meinem eigenen Spiegelbild wegschaute, bemerkte ich, dass das WC sich irgendwie verändert hatte. Die Toilette war mit mehreren Stickern versehen, auf dem Urinal waren mehrere Kratzer zu sehen - wahrscheinlich von Messern eingeritzt worden - und der Spiegel war leicht zerschlagen, wovon dessen zentraler Stelle in der linken, oberen Ecke war.

Ich zog die Tür auf und befand mich schlagartig an der frischen Luft. Ich drehte mich um das Gebäude herum und wollte gerade den Schlüssel abgeben, als ich bemerkte, das erstens mein Auto nicht mehr da war und zweitens ich das Gefühl bekommen hatte, dass ich mich auf irgendeiner Retroausstellung befand. Das Design der Autos sah irgendwie kantig und sehr klobig aus. Und besonders groß war wirklich keines von denen. Lediglich ein VW-Auto, von dem ich vermutete, dass es einer aus der T2-Reihe war, hob sich von den Anderen ab.

Während ich die Situation in meinem Kopf immer noch nicht wirklich realisiert hatte, ging mein Körper von selbst in das Gebäude der Tankstelle. Im Inneren waren die Regale anders positioniert, die Etiketten als auch die Logos von den Junkfood-Tüten und Softdrinks wirkten irgendwie merkwürdig und die Zeitungen besaßen zum Teil noch Schwarz-Weiß-Bilder.

Mein eigentliches Ziel war zuerst zu den Zeitungen zu gehen, um herauszufinden, welches Datum eigentlich war. Auf der Bildzeitung hieß es "Elvis: 2 Mädchen vor seiner Villa getötet" vom 19.08.1977. Ich war also mehr als 30 Jahre in die Vergangenheit gereist. Ich wusste damals noch nicht, wie das überhaupt möglich war.

Anschließend stellte ich mich an der Schlange vor der Kasse an. Als ich endlich dran war, gab ich der Kassiererin den Schlüssel für die Toilette ab. Darauf sagte sie mit einem genervten Gesichtsausdruck: "Einen guten Abend noch".

Anschließend verließ ich das Gebäude zum zweiten mal. Mein Blick schweifte gestresst um den gesamten Platz. Was ich wollte war mir zwar klar - nach Hause zu meiner Tochter -, aber ich wusste nicht wie ich es machen sollte. Zumal ich mit der ganzen Situation überfordert war. "Ich muss und werde den gesamten Weg nach Hause laufen!", war deswegen mein erster, wenn auch nicht wirklich gut durchdachter Gedanke.

"Ist alles in Ordnung mit dir, mein Schatz?", sagte eine Stimme direkt an mich gerichtet, obwohl ich mit dem Rucken zu dieser gewandt war und diese holte mich aus meinen Gedanken. Dieser Ton, diese Aussprache; sie erinnerte mich an jemanden, die ich seit Jahren nicht mehr gehört habe. Ich drehte mich um und erkannte die Person, welche mich angesprochen hat: es war meine Mutter.

Die Zeit und Ich standen für eine gefühlte Ewigkeit stehen. Und dann standen mir die Tränen in den Augen. Die Mutter, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen und aus meinem Kopf verdrängt habe, stand lebend vor mir. Ich rannte mit meinen roten Augenrändern und verweintem Gesicht auf sie zu. Ich umarmte sie.


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