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Breitarsch oder Neues aus der Provinz

Geschrieben von vulcan | Veröffentlicht am 15.09.2019 | MC Other | 0 695


Tags: Wahnsinn Versöhnung Menschenliebe Gerechtigkeit

Vorweg:

Vorsicht Politik oder so!

Vor einiger Zeit lief im TV eine kleine Komödie:

Der Hodscha und die Piepenkötter. Hier wurden teils amüsant, teils ernsthaft, die Islamophobie aufs Korn genommen.

Antizyklisches Verhalten gehört zu meiner Lebenspsychologie. Das heißt, wenn mal wieder Angst zu haben angesagt ist (Vogelgrippe, Ausländer, etc.), dann scheiß ich drauf!

An jeder Ecke steht ein Arschloch und will mir was verkaufen. Verpiss dich! Ich habe schon mehr als ich brauche.

Und ich schreibe ziemlich verqueren Mist. Nur um nicht in das Fahrwasser dieser allgegenwärtigen Arschlöcher von der CDU/CSU oder FDP Oder AfD zu geraten.

In dieser Geschichte steht scheinbar alles auf dem Kopf. Ich benutzte hier Synonyme.

Mein MC-Gas manipuliert die Menschen, genau wie unsere tendenziöse Presse. Die Bösen sind die Guten und manchmal ist Oben Unten.

Sex spielt in dieser Story ausnahmsweise keine Rolle. Aber Liebe schon!

Willkommen In Paranoiistan!

Im Büro der Bürgermeisterin von Breitarsch, Frau Dr. Annegret Rohrspätzle und Büroleiter und Assistent Willy Wacker: „Frau Bürgermeisterin, wir müssen dringend etwas gegen diesen Hodscha in die Wege leiten. Der macht unsere Bürger schon ganz verrückt mit seiner Forderung nach einer neuen Moschee. Der steht schon wieder als Aufmacher in der Wochenendausgabe der Breitarscher Tageszeitung. Schon wieder hat er am Samstag in der Einkaufsstraße für Aufruhr gesorgt“, empörte sich Wacker. „Herr Gott nochmal, Wacker! Knicken Sie jetzt auch schon vor diesem braunen AfD-Gesocks ein? Die brauchen eine neue Moschee, weil die alte zu klein und baufällig ist. Ankara bezahlt und nicht der Steuerzahler. Wo liegt also das Problem?“, fragte sie genervt. Denn immer mehr Gemeinderatsmitglieder ließen sich von dem braunen Gesocks vorführen. „Das Problem ist ihre Wiederwahl! Es wird vehement gegen den Moscheebau angearbeitet. Wenn Dr. Knecht weiter so gegen Sie intrigiert, wird der Stadtrat ihn als Gegenkandidaten aufstellen.“ „Aber das Baugenehmigungsverfahren ist doch abgeschlossen. Ich kann doch nichts mehr machen! Wie auch immer laden Sie den Hodscha bitte zu einem Gespräch ein. Wir können ja mal sehen, inwieweit er zu einem Kompromiss bereit ist.“ Am nächsten Morgen. „Vielen Dank für die Einladung Frau Bürgermeister. Es ist mir eine große Ehre! Ich heiße Hakim Arslan und ich bin der neue Hodscha unserer Moschee. Ich freue mich Sie so bald kennenlernen zu dürfen. “, sagte der Hodscha, lächelte freundlich und reichte ihr seine Hand. Seine Hände fühlten sich seltsam gut an, sie vermittelten ihr ein gutes Gefühl. Von Anfang an empfand sie eine gewisse Sympathie für den Mann. Er war vollkommen anders als sein Vorgänger. „Frau Bürgermeisterin, lieber Hodscha, es heißt Frau Bürgermeisterin! Ja! Ich freue mich auch, Sie kennenzulernen, Hodscha“, erwiderte sie. „Ich habe Ihnen ein kleines Geschenk mitgebracht“, sagte er und überreichte ihr eine kleine, kitschige Moschee aus Plastik. Nicht gerade ein ästhetischer Genuss – aber doch immer hin ein Geschenk. „Setzen Sie sich doch bitte! Möchten Sie Kaffee oder lieber Tee?“ Er ignorierte mein Angebot und kam gleich zur Sache. „Wir werden in etwa 3 Monaten mit dem Bau der Moschee beginnen können und hoffen, dass wir im nächsten Sommer sie dann mit dem Breitarscher Gemeinderat und den anderen Honoratioren unserer Stadt einweihen können.“ „Schauen Sie, Hodscha! Ich sehe das so! Selbst im Gemeinderat sind mittlerweile islamophobe Moschee Hasser. Zurzeit bekomme wegen der neuen Moschee mächtig Gegenwind, selbst aus den eigenen Reihen. Sollte ich dieses Jahr nicht wiedergewählt werden, sehe ich schwarz für ihre neue Moschee“, warnte ich ihn. „Aber liebe Frau Bürgermeisterin, es ist doch schon alles genehmigt und nichts kann uns mehr daran hindern, die Moschee zu bauen.“ „Das bleibt jetzt unter uns, sollte Dr. Knecht mein Nachfolger werden, wird er alle Register ziehen, um den Moscheebau zu verhindern. Glauben Sie mir, gegen eine entschlossene Stadtverwaltung haben Sie keine Chance.“ „Und was schlagen Sie vor?“, fragte er. Sie sagte: „Sie wollen ihre Moschee und ich will wiedergewählt werden! Dr. Knecht ist unser gemeinsamer Gegner. Also verbünden wir uns. Wir treffen uns nächstes Wochenende in einem abgelegenen Hotel und diskutieren über mögliche Maßnahmen, um der Situation Herr zu werden. Die Alternative wäre ein gnadenloser Kampf gegeneinander, an dem es zum Schluss nur Verlierer geben kann. Nun, sind Sie mit dabei?“ Er nickte und grinste verschmitzt. „Ich schätze, Sie haben schon alles vorbereitet!“ Sie schob ihm ein Couvert zu. „Hier steht alles drin, wie ich mir unsere Zusammenarbeit vorstelle. Ab jetzt wollen wir uns in Breitarsch aus dem Weg gehen.“ Ich brachte ihn zur Tür und rief in den Flur: „Wenn sie glauben zum Moscheebau sei das letzte Wort gefallen, dann vergucken Sie sich aber gewaltig. Noch bestimme ich, was in Breitarsch gebaut und nicht gebaut wird. Leben Sie wohl, Hodscha.“ Wir zwinkerten uns zu und damit auch noch der letzte schlafende öffentlich Bedienstete wach wurde, knallte ich mit aller Kraft die Tür hinter ihm zu. Der Typ gefiel ihr. Er machte auf sie einen intelligenten und zielstrebigen Eindruck. Er war der perfekte Gegner für Dr. Knecht. Yin und Yang, wenn ihre Rechnung aufgeht.

Teil 2

„Guten Morgen, Klasse! Wir wollen eine neue Mitschülerin willkommen heißen. Es ist Fatima Arslan“, sagte die Klassenlehrerin, Frau Schulze. „Guck dir die Schleiereule an!“, sagte Sandra. „Sie soll die Tochter von dem neuen ’Obermuhalla’ sein!“, meinte Jutta. „Wie kann man sich nur so verunstalten?“, sagte Milka, die Tochter der Bürgermeisterin daraufhin . „Milka, Sandra und Jutta habt ihr etwas Wesentliches zum Unterricht beizutragen, ansonsten möchte ich euch bitten zu schweigen!“, sagte die Lehrerin und wies Fatima an sich neben Milka zu setzen. Fatima ging zu Milkas Tisch und setzte sich schüchtern lächelnd zu ihr. „Jo! Schätze, ich hab die Arschkarte! Die olle Schleiereule hat mir gerade noch gefehlt!“, dachte Milka und grinste falsch zurück.

 

Teil 3

Der Hodscha:

Er fuhr nach Köln zum Imam Kemal Khan und dem Sheik der Bruderschaft Hussein Nabil. „Salaam alaikum, Bruder Arslan! Ich hoffe, du hast für uns gute Nachrichten aus Breitarsch“, sagte der Imam. „Waleikum salaam, Brüder. Ich denke schon. Doch es ist noch zu früh, um konkrete Erfolge zu melden“, erwiderte er. Kemal Khan bezog sich auf das Testprogramm. Sie aktivierten in einigen kleineren Städten, mit ca. 10000 Einwohnern, ihre Nanobots, um mögliche Probleme im Vorfeld zu erkunden, bevor sie auf breiter Ebene konvertieren wollten. Breitarsch wurde ihm zugewiesen, um die besten Programmeinstellungen zu eruieren. So trafen sie sich periodisch, um sich auszutauschen. Er reichte ihnen den Plan der Rohrspätzle. „Sehr gut, die Frau ist perfekt für unseren Testlauf geeignet. Wenn du dich am Wochenende mit ihr triffst, mach ihr begreiflich, das sie bei allen verborgenen Aktivitäten gegen den Kafr Knecht mit dabei sein muss. Dabei soll sie sich verschleiern. Dann kannst du sie als deine Frau ausgeben. Wir sind gespannt, in wie weit die Nanobots sie verändern werden. Wir haben dir ein komfortables Appartement in Düsseldorf eingerichtet. Es ist ganz diskret über eine Tiefgarage zu erreichen. Das wird ab jetzt euer heimlicher Treffpunkt werden.“ Dann traf er sich noch mit dem Chefprogrammierer, um noch einige wichtige Veränderungen am Programm einzustellen.

Teil 4

Der Hodscha und die Rohrspätzle:

Am Wochenende traf sie sich mit dem Hodscha dann in Düsseldorf. Sie war sehr davon angetan, wie gut sich der Hodscha zu kleiden wusste. Für Außenstehende machte er den Eindruck, er sei kein Türke eher Franzose. Jeder, der sie hier sah, hielt sie für ein deutsch-französisches Paar. Er war wirklich ein sehr gebildeter Mann, denn sie unterhielten sich auf Französisch und konnten so ein Höchstmaß an Diskretion bewahren. „Sie sind wirklich eine mit allen Wassern gewaschene Intrigantin, meine Liebe. Ich werde also Dr. Knecht bei mir empfangen und ihn fragen, was es ihm wert sei, wenn ich nicht auf den Bau der Moschee insistiere und gegen Sie arbeiten würde“, sagte der Hodscha. „Genau! Ich will, dass er seine Nazi-Provokateure illegal gegen uns einsetzt. Wichtig ist, dass auf dem Video alles mitgeschnitten wird, was er sagt. Er muss Sie ganz gezielt bestechen. Je höher die Summe ausfällt, umso besser und glaubwürdiger sind sie für ihn“, sagte die Rohrspätzle. „Okay! Das lässt sich einrichten, aber nur, wenn Sie auch anwesend sind!“, sagte der Hodscha. „Wie soll das denn funktionieren? Wenn ich anwesend bin, wird der Knecht sich hüten, gegen mich zu intrigieren.“ „Er soll glauben, Sie wären meine Frau und als eine strenggläubige Muslimin sind Sie natürlich verschleiert“, sagte er und grinste verschmitzt. Irgendwie fand sie die Idee sich zu verschleiern schon spannend, aber die aufgeklärte Westfrau in ihr musste sich dem vorerst widersetzen. „Hodscha, ich bitte Sie! Ich lasse mich doch nicht freiwillig vermummen und was sollen meine Wähler denn von mir denken?“ wehrte sie ab. „Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen Sie mich unterstützen. Niemand wird jemals erfahren, wer wirklich hinter dem Schleier steckte. Niemand wird mitkriegen, wenn sie meine Düsseldorfer Wohnung aufsuchen, wo Sie sich ungestört umziehen können. Wir fahren dann in meinem Wagen hierher zurück. Wenn Dr. Knecht kommt, werde ich Sie behandeln, wie eine Dienerin. Sie müssen kein Wort sagen und uns nur bedienen. Er scheint mir ein ziemlich verschlagener Jurist zu sein, wenn Sie merken, dass ich Probleme kriege, schieben Sie mir einfach einen Kassiber zu. Wenn er fragt, was Sie da machen, sage ich ihm, dass Sie zu religiös seien, um ihre Stimme in seiner Gegenwart zu erheben. Ich denke auch, dass Sie mächtig Spaß daran finden werden, ihn unerkannt auszuspionieren.“ appellierte er an sie. „Ja, ich glaube Sie haben recht. Der Gedanke mich zu verschleiern, hatte mich zuerst etwas geschockt, aber warum nicht? Ich werde Herrn Wacker vorschicken. Er ist ein treuer und loyaler Mitarbeiter und wird das Treffen mit Ihnen und Dr. Knecht arrangieren und Sie kümmern sich um meine Schleier, pronto.“ sagte sie mit gespielter Strenge und beide mussten lachten. Auf der Heimfahrt hatte Annegret beste Laune. Lange hatte sie nicht mehr so viel Spaß gehabt. Okay, sie war durch und durch Politikerin und die Ränkespiele ihres Genres beherrschte sie, wie kaum eine Zweite. Doch was sie und der Hodscha jetzt planten, war auch für sie Neuland. Sie hatte schnell erkannt, dass der Hodscha kein psalmodierener Weihrauchschwenker auf islamisch war, sondern ein knüppelharter Vollblutpolitiker. Sie glaubte, dass es das sei, was sie zu ihm hinzieht, doch es war mehr, viel mehr als sie dachte. „Wie war dein Tag, Liebes?“, fragte Annegret ihre Tochter Milka beim Abendbrot. „Nichts Besonderes! Wir haben eine Neue in der Klasse, die Tochter vom neuen Obermuhalla.“ erwiderte sie beiläufig. „Ich nehme an, du sprichst vom Hodscha Hakim Arslan? Und? Wie heißt sie? Ist sie nett?“ wollte Annegret wissen. „Sie heißt Fatima und die Schleiereule sitzt neben mir. Das ist mir mehr als peinlich!“ antwortete sie verärgert. „Und was genau ist dir daran peinlich?“, wollte Annegret wissen. „Nee, Mama! Nicht schon wieder politische Bildung. Bitte lasse mich in Ruhe essen und wenn du mir eine nette Geschichte erzählen willst, bitte sehr! Aber, bitte, bitte keine gottverdammte Politik am Esstisch!“ bat sie. „Entschuldigung, Maus! Du hast recht, zumindest zu Hause sollte ich nicht mehr die Bürgermeisterin spielen. Aber dieses Mal hatte meine Frage auch einen praktischen Bezug, weil ich deine Unterstützung brauche.“ sagte sie. „Worum, geht’s?“, fragte Milka nun doch neugierig, denn ihre Mutter hatte sie noch nie um Hilfe gebeten. „Politik! Darf ich weiter reden?“ „Komm schon! Jetzt bin ich doch neugierig.“ Annegret erzählte ihr alles haarklein und wo sie helfen könnte. Und Milka freute sich endlich mal mit ihrer Mutter auf Augenhöhe zu sprechen. Sie hatte verdammt gute Ideen beizutragen. Es hatte sich etwas zwischen Mutter und Tochter verändert. Beide spürten eine neue Verbundenheit zueinander: Augenhöhe. Annegret wurde schlagartig bewusst, dass ihre ‚Kleine‘ eine erwachsene Frau war.

Am nächsten Tag in der Schule unterhielten sich Milka und Fatima und schmiedeten Pläne, wie sie ihre Eltern unterstützen könnten. Sandra und Jutta konnten sich nur wundern und waren empört und verwirrt über das Benehmen ihrer Freundin. Als Milka Fatima auch noch zu sich nach Hause einlud, war für sie das Fass am Überlaufen. Sandra und Jutta gingen in der Pause zu ihnen. In ihrem Fahrwasser, wie immer, die zwei hohlen Schönlinge Pit Knecht und Max Harzer. Sandra sagte schnippisch zu Milka, während sie Fatima einfach ignorierte: „Sieht so aus, als hätten sich da zwei gefunden. Wie die Mutter, so die Tochter. Beide treiben es am liebsten mit den Kanaken!“ „Nun, nur hundert Kilometer weiter westlich, wärst du der Kanake. Aber auch hier bist du nur ein dummes, kleines rassistisches Nazi-Arschloch.“ knallte ihr Milka freundlich lächelnd vor den Kopf. Den Zicken fiel die Kinnlade fast auf den Boden, die Schönlinge kicherten nur verlegen-dumm. „Wenn ihr hohlraumversiegelten Bimbos uns mit eurer Gegenwart verschonen möchtet, damit Milka und ich die Pause ungestört genießen können, wäre wir euch sehr verbunden. Um es in eurer Sprache zu formulieren, damit keine noch so kleinen Missverständnisse entstehen: Verpisst euch!“ sagte Fatima fröhlich und sie und Milka schenkten ihnen ein falsches, verächtliches Lächeln. Während die Stuten sich bissen, bemerkte Fatima nicht, wie seltsam Max sie anschaute, der sich gerade Hals über Kopf in sie verknallte. Der Gong schallte über den Schulhof und beendete die Pause. Zwei junge Frauen, die eine in modernen Klamotten und die andere sittsam mit einem langen, weiten Rock und Bluse und Hijaab gekleidet, gingen Arm in Arm fröhlich lachend zurück in ihren Unterrichtsraum.

Milka signalisierte Pit, dass sie ihn gerne, aber diskret, sprechen möchte. Pit war Teil des Plans. Er war schon immer an Milka interessiert, doch sie ging ihm tunlichst aus dem Weg. Pit Knecht war ein Arschloch, ganz der Sohn seines Vaters. Er baggerte alles an, was Titten und Pussy hatte und nicht zu den hellsten Köpfen gehörte. Wenn er sie dann geknallt hatte, diffamierte er sie in den (a)sozialen Medien als Nutten und warf sie weg. Milka wollte, dass das Schwein nun am eigenen Körper spürt, wie seine Opfer sich fühlten. In der langen Mittagspause trafen sie sich bei OTTO im Biergarten. „Hi, Milka! Setz dich! Ich hatte schon nicht mehr gehofft, bei dir ein Date zu kriegen.“ sagte er und grinste schleimig. „Ich sage mal so – du hast auch kein Date! Hast du Lust den Kanaken einen Arschtritt zu verpassen?“ schleimte sie zurück. „Sorry, ich dachte, du wärst ein Kanaken-Fan. Jedenfalls machtest du in der Pause den Eindruck.“ sagte er. „Danke! Mehr wollte ich auch nicht erreichen!“ bestätigte sie. „Du meinst, das war nur Show?“ er war verblüfft. „Ob Kanake, Kanaken -freund oder -hasser, alle halten mich nun für eine Kanaken – Freundin. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt!“ und sie lachten beide. „Kann ich mich darauf verlassen, dass du die Klappe hältst?“, fragte sie. Er nickte begeistert. „Dann hör zu!“

Teil 5

Es war Wochenende und der Hodscha erwartete den Knecht. Am Morgen war Annegret nach Düsseldorf in die konspirative Wohnung des Hodscha gefahren, wo Hakim mit Fatima sie erwartete. Sie war fürchterlich nervös. Alles war so befremdlich. Fatima führte sie in ihr Zimmer, wo sie die Schleier für Annegret schon auf dem Bett ausgelegt hatte. Aus Angst, dass sie jetzt noch einen Rückzieher machte, zog sich schnell aus. Sie legte, die ihr gereichten Kleidungsstücke, nacheinander an:

Eine weite bis zu den Fersen reichende Hose, darüber eine langärmelige Bluse, die über ihre Knie reichte. Fatima wickelte ihren Kopf so in ein großes Tuch ein, bis kein Härchen mehr zu sehen war. Nun war sie bis auf ihr Gesicht und den Händen unter schwarzem Tuch versteckt. Fatima hielt ihr ein großes, schweres Tuch mit einem runden Loch und zwei Schlitze an den Seiten hin und zog es ihr über. In den Schlitzen waren ellbogenlange Fäustlinge eingenäht, durch die Annegret ihre Hände steckte. Bis auf den Daumen waren die Finger kunstvoll festgenäht, was den Eindruck von Handschuhen vortäuschte. Unter dem Schleier waren die Ellbogen mit einem Band verbunden, die ihre Oberarme am Körper fixierten. Nun konnte Annegret ihre Arme nicht mehr ganz ausstrecken. Fatima bat sie sich zu setzen und zeigte ihre einen seltsamen Gummiball mit angenähten schmalen Gurten und sagte: „Das ist ein Ball knebel, den ich dir nun anlegen werde. Er verhindert zuverlässig, dass du dich mit deiner Stimme verrätst.“ sagte sie. Annegret war schockiert und protestierte: „Das ist doch nicht dein Ernst? Ich lasse mich nicht knebeln!“ „Mein Vater wird in deinem Beisein sehr, sehr schlimme Dinge sagen müssen. Dann wirst du froh sein, geknebelt zu sein, um dich nicht zu verraten. Bitte, es ist nur für ein paar Stunden. Ich werde dich danach sofort davon befreien.“ versprach Fatima. Annegret dachte: „Mein Gott! Auf was habe ich mich da eingelassen?“ Sie konnte ja nicht ahnen, dass sie seit Tagen schon unter dem Einfluss der Nanobots stand. Ihr Wunsch zu gefallen war größer als alle ihre Bedenken. So nickte sie ängstlich und öffnete weit ihren Mund. Fatima ließ das Band hinter ihrem Kopf einklinken. Als Annegret den Knebel in ihrem Mund betasten wollte, wurde sie sich wieder ihrer restriktiv befestigten Arme bewusst und fand sich mit ihrem Schicksal ab. Fatima nahm eine kleine Luftpumpe zur Hand und pumpte den Ball so weit auf, bis die Gurte in Annegrets Wangen schnitten. „Sag was!“, wurde ihr befohlen. „Mhm“, war alles, was sie von sich geben konnte. Dann zeigte Fatima ihr ein kunstvoll besticktes, weißes Stück Seide.

„Das ist ein Ruband. Ein selten getragener türkischer Vollschleier. Es ist ein sehr teures Einzelexemplar einer berühmten Duisburger Stylistin. So manche Niqaabi, die dich darin sieht, wird gelb vor Neid werden. Siehst du die zwei aufgestickten tropfenförmige Tränen? Dadurch kannst du sehen, ohne das jemand von außen etwas von dir sieht.“ Während Fatima ihr Gesicht mit dem Ruband bedeckte, hätte Annegret sie gerne gefragt, was Niqabi bedeutet. Aber sie war ja stumm. Fatima führte sie zum Spiegel und sie sah einen perfekt geformten, schwarzen, anonymen Kegel. So kam ihr seidener Ruband voll zur Geltung. Sie sah durch die aufgestickten Tränen kaum weiter als fünf Meter, dann verwischte sich alles um sie herum. Doch sie stand direkt vor dem Spiegel und bewunderte den kunstvoll bestickten Ruband und war total glücklich. Dadurch dass sie nun jeglicher Individualität beraubt, ein geschlechtsloser Kegel war, brach die letzte mentale Schranke, die die Nanobots aufhielt und sie wurde von einer totalen Freude und Glückseligkeit erfasst. Fatima führte sie zurück ins Wohnzimmer. Dort ließ sie sie auf einem Kissen in der Ecke niederknien und reichte ihr eine Flasche Wasser mit einem Glasröhrchen, das sie in ein Loch in im Knebel steckte. Gierig trank Annegret. Sie sah, wenn auch nur schemenhaft, Hakim am Schreibtisch sitzen und arbeiten. Wie froh sie doch war, so einen eloquenten und zielstrebigen Mann kennengelernt zu haben. Sie spürte selbst, wie stark ihre Zuneigung zu ihm gewachsen war und ertappte sich bei dem Gedanken seine Frau werden zu wollen. Müsste sie dann für immer halbblind und stumm sein? Der Gedanke daran, begann sie zu erregen. Wie konnte ihr so etwas passieren? Doch es schien sie glücklich zu machen. Es war jetzt schon fast zwölf Jahre her, dass ihr Mann sie und die Tochter verlassen hatte. Die ersten Jahre war sie noch jung und begehrenswert und sie hatte die tollsten Abenteuer. Doch im Laufe der Jahre nahm ihre Karriere sie immer mehr in Anspruch und die Möglichkeiten nahmen rapide ab. Sie glaubte, das sei für eine Frau in den Vierzigern normal und merkte nicht, wie ihr Herz erstarrte. Bis jetzt!

Teil 6

Irgendwann stand Hakim auf und sagte zu Fatima: „Wir wollen gleich aufbrechen. Kümmere dich darum, dass Saaliah reisefertig ist!“ Annegret fragte sich: „Wer zum Teufel ist Saaliah?“ Doch als Fatima sie wegführte, war ihr klar, wer da gemeint war. Sie dachte, während sie auf der Toilette saß, was für ein wunderschöner Name das sei. Ja doch! Sie konnte sich vorstellen Saaliah genannt zu werden. Als sie von Toilette kam, musste sie sich von Fatima pampern lassen. „Ich weiß, es erscheint dir demütigend, doch leider darfst du dich unterwegs nicht öffentlich erleichtern! Versuche anzuhalten und wenn es gar nicht geht, nutzt du den Schutz deiner Windel. Nun komm! Vater wartet!“ versuchte Fatima sie zu trösten. Schon die Vorstellung, dass Hakim auf sie warten musste, ließ sie alles vergessen und sie beeilte sich so schnell sie konnte. In der Tiefgarage bemühte sie sich redlich unter all dem Stoff mit Fatimas Hilfe in den Fond von Hakims Mercedes zu klettern. „Du musst noch üben mit deinen neuen Kleidern! Wenn wir zu Hause sind, hast du noch Zeit zum Üben. Ich will nicht, dass der Knecht Verdacht schöpft. Gib dir mehr Mühe! Hast du gehört?“ fragte er sie barsch und sie nickte nur ergeben und Hakim dachte nur: „Allah u Akbar! Ich habe sie!“ Annegret saß dann endlich richtig und wurde von Fatima angeschnallt. Etwas draußen während der Fahrt zu beobachten, verbot sich durch den Ruband von selbst, doch sie erkannte schemenhaft etwas von Hakims Gesicht in seinem Rückspiegel und schaute ansonsten auf ihre bedeckten, fast nutzlosen Hände. Sie war sich vollkommen darüber bewusst, dass sie keinerlei Anstoß an ihrem jetzigen Zustand nahm, dass sie das alles sogar genoss. Sie war nur ein anonymer Kegel. Annegret konnte sich endlich mal nach all den Jahren strengster Selbstdisziplin für die Karriere und für ihre Tochter, sich einfach fallenlassen. Denn sie war halbblind, stumm, die Arme gebunden, die Hände fast nutzlos und selbst für ihre Notdurft trug sie keine Verantwortung mehr, kurzum sie hatte keine Wahl und musste alles so geschehen lassen, wie Hakim es verlangte. Es war die Freiheit einer Sklavin. Verrückt, aber es tat ihr richtig gut von Hakim so schroff zurechtgewiesen worden zu sein. Seine Ausstrahlung beruhigte sie ungemein. Sie fühlte sich sicher und geborgen in seiner Nähe. Ihr wurde schmerzhaft bewusst, wie sehr sie sich in den letzten Jahren, nur von Speichelleckern umgeben, nach einen MANN gesehnt hatte. In Hakims Breitarscher Wohnung angekommen unterzog Fatima sie einen Schnellkurs in korrektem islamischen Verhalten und wie sie Gäste zu bedienen hätte. Sie lernte sich schnell anzupassen und den Knebel und die Schleier und alle anderen Restriktionen hatte sie bald vollkommen vergessen.

Teil 7

Es klingelte an der Tür. Es war Dr. Knecht. Für einen Moment wurde sie dann doch nervös und dachte, die Scharade könnte auffliegen. Dachte sie. Doch ihre Nervosität entsprang dem neuen Bewusstsein, nur eine Frau zu sein, die Anwesenheit eines fremden Mannes empfand sie als störend. In alle Frauen von Breitarsch war das neue Denken von den Nanobots implementiert worden und wartete nur darauf an die Oberfläche zu kommen, auch war selbstverständlich ihre Tochter davon auch betroffen. Um keine irreversible mentale Schädigungen bei den Frauen zu verursachen bedurfte es grenzenloser Geduld, bis die Frauen sich eingefunden hatten. Breitarsch war schließlich eine der Testlabors der Bruderschaft.

Der Hodscha – ein Verräter?

„Herr Dr. Knecht! Willkommen! Bitte nehmen Sie doch Platz, Herr Dr. Knecht! Darf Ihnen mein Weib Saaliah den Tee einschenken, Herr Dr. Knecht?“, begrüßte Hakim seinen Gast und platzierte ihn auf den für das Video günstigsten Platz. „Bitte, machen Sie sich keine Umstände, Hodscha. Hodscha ist doch die korrekte Ansprache, nicht wahr?“ schleimte der Knecht.

„Mich Hodscha zu nennen, ist absolut in Ordnung. Vielen Dank, Herr Dr. Knecht. Was unsere Weiber angeht: Die haben keine Umstände zu haben, sondern zu springen, wenn ihr Besitzer sie ruft, nicht wahr Weib?“ Er holte voll aus und knallte mit aller Kraft auf Annegrets Arsch. Sie war jetzt tatsächlich dankbar, dass sie geknebelt war. Nicht das der Schlag unter all dem Stoff zu ihr durchgedrungen wäre, aber sie hatte das tiefe Bedürfnis für diese Demütigung den Hodscha anzuschreien. So blieb ihr nur in die Küche zu huschen und die Männer zu bedienen, wie sie es gelernt hatte. Kaum hatte sie die Küche betreten, überkam sie Verständnis für ihre Demütigung. Auf den Arsch geschlagen zu werden, konnte eine Frau schließlich auch als Kompliment für ihren fetten Arsch auffassen. Während sie weiter bediente, unterhielten sich die Männer in der Sprache der Männer über sie, die Bürgermeisterin, also zutiefst herabwürdigend. Ihr blieb vor Schreck die Luft weg. Doch die Männer lachten und verhielten sich wie Schweine. Der Knecht genoss es in Gegenwart einer Frau sich so pervers zu äußern. Hakim hatte den Glanz in seinen Augen sehr wohl registriert, als er Annegret den Arsch versohlte. Der Typ stand darauf, Frauen herabzuwürdigen. Spontan befahl er seinem ‚Weib‘ sich über einen Hocker zu beugen. Annegret hatte sich geschworen, das Spiel bis zum Ende durchzustehen. Also gehorchte sie und war geschockt, wie Hakim Dr. Knecht einlud ihr den Arsch mit einem Schuhanzieher – wie er es formulierte – zu vertrimmen. „Aber das geht doch nicht, Hodscha!“ wandte der Knecht ein, aber seine Augen sprachen eine ganz andere Sprache. „Aber ja doch! Tun Sie sich keinen Zwang an! Sie sind mein Gast. Bitte erweisen Sie meinem Weib die Ehre, sich von ihnen den Arsch vertrimmen zu lassen.“ Knecht konnte nicht mehr an sich halten und holte aus. Es pfiff, als der Schuhanzieher die Luft durchschnitt und abrupt auf ihrem Arsch zum Stehen kam. Doch dieses Mal konnten die Stofflagen den Schmerz nur schwach dämpfen und vom Hodscha angefeuert hagelte es förmlich Schläge. So sehr es auch schmerzte, Annegret empfand es nun als Wertschätzung ihres fetten Arsches, dass der Knecht darauf prügelte, im Gegenteil es machte, sie geil. Denn jeder Schmerz, jede Beleidigung alle Demütigungen, die sie durch Männer erfährt, verwandelten sich dank der Nanobots ins Gegenteil, sobald sie es akzeptierte. Es machte sie nur noch geiler. Annegret, die Bürgermeisterin, war pragmatisch genug die Verschwörung gegen sie und einen Dr. Knecht als Frauenschläger auf Video zu haben. Dr. Knecht forderte den Hodscha auf die Bürgermeisterin zu ficken und das ganze auf Video aufzunehmen. Der ‚arme‘ Dr. Knecht machte sich gleich zweimal strafbar: Aufforderung zur Vergewaltigung und Gewalt gegen eine wehrlose Frau. Später begleitete Hakim Dr. Knecht zur Tür. Die Herren waren sich ‚einig‘ und verabschiedeten sich. Als er wieder ins Wohnzimmer kam. Kniete der Kegel wieder auf seinem Kissen. „Alles in Ordnung, Saaliah?“ Sie hielt ihm eine Notiz hin. „Vielen Dank, Hodscha! Ich fühle mich ausgezeichnet.“ „Wenn du dich der Schleier entledigen willst, gehe bitte zu meiner Tochter“, sagte er. „Vielen Dank, Hodscha! Alles ist gut, so wie es ist.“ schrieb sie. Hakim wusste, dass die Bürgermeisterin in der Programmschleife steckte. Erst wenn er ihr befahl, wurde sie unterbrochen. Er würde sie nicht am Abend nach Hause schicken. Sie soll das ganze Wochenende bei ihm verbringen. Für Annegret war ihr momentaner Zustand der Status Quo. Direkt unter ihrem Kissen strömte das Gas unter ihre Schleier und mithilfe der Naniten schüttete ihr Körper nun permanent Glücksstoffe aus. Sie fand es schön, beschützt vor der Welt, ein stummer Kegel zu sein. Sich nie mehr darum kümmern zu müssen, was sie anzieht, empfand sie als befreiend. Die Vorstellung von einem Mann total abhängig zu sein, aber dafür auch zu Hause bleiben zu dürfen, erschien ihr als eine gute Alternative zu ihrem jetzigen Leben zu sein. Anfangs schämte sie sich, dass ein Mann ihr ungestraft den Arsch versohlen durfte. Doch nun genoss sie das Pochen ihrer heißen Arschbacken. Noch nie in ihrem Leben war sie so entspannt, wie jetzt. Eine tiefe Ruhe erfasste sie und sie verlor sich in schönen Gedanken. Gestört wurde sie zu den Gebetszeiten, da sie keine islamischen Gebete konnte, schaute und hörte sie nur zu. Solange sie verschleiert und geknebelt war, war sie Saaliah und sie genoss es. Am Abend befahl er seiner Tochter: „Es ist Schlafenszeit, mach Saaliah fertig. Sie schläft bei dir.“ Fatima nahm sie an die Hand und nahm sie mit in ihr Zimmer. Hier nahm sie ihr den Ruband ab und Annegret konnte wieder klar sehen. „Komm! Ich nehme dir den Knebel ab!“ sagte Fatima, doch Annegret schüttelte den Kopf und versuchte sich trotz ihrer gebundenen Arme den Ruband wieder anzulegen. „Nun, wenn du es so haben willst, dann komm mit in die Küche zur Fütterung.“ meinte sie etwas sarkastisch. Wie ein kleines Kind wurde sie gefüttert, aufs Klo gesetzt, bekam den Arsch geputzt, wurde neu gepampert und dann ins Bett gesteckt. Annegret schlief als Saaliah glücklich und zufrieden ein. Den ganzen Sonntag verbrachte das Energiebündel Annegret als passiver Kegel Saaliah auf ihrem Kissen. Am Abend brachte Hakim sie nach Düsseldorf und befahl ihr: „Saaliah verabschiede dich und gib die Frau Bürgermeisterin frei. Bitte gehen Sie sich umziehen Frau Bürgermeisterin. Fatima und sie zogen sich zurück. Eine Stunde später betrat eine etwas verunsicherte Frau Rohrspätzle das Wohnzimmer.

„Wie geht es Ihnen, meine Liebe?“, fragte Hakim.

„Vielen Dank Hodscha! Es war für mich eine tolle Erfahrung. Ich wundere mich, wie ich mich so schnell eingewöhnen konnte, aber die Schleier waren wirklich nicht so schlimm. Ich empfand es als sehr interessant und spannend, unentdeckt andere beobachten zu können.“ sagte sie.

Sie bemerkte die Veränderungen an ihrem Verstand nicht. Anstatt froh zu sein, dass dieses spezielle Wochenende für sie nun endlich vorbei war, redetet sie sich alles schöner, als es war.

Es wurde Zeit nach Hause zu fahren. Annegret saß in ihrem Wagen in der Tiefgarage, hörte Vivaldi und starrte vor sich hin. Es steckte noch zu viel Saaliah in ihr. Die hatte nämlich große Schwierigkeiten bei der Vorstellung selbst Auto zu fahren und dann auch noch halbnackt, ohne Schleier. Annegret dachte an Hakim und die Tage bei ihm und sie sehnte sich nach ihm. Sie wollte nur in seiner Nähe sein, wenn es sein musste auch geknebelt, unter ‚Tonnen‘ von Stoff begraben, wünschte sich die Saaliah in ihr. Langsam, während sie ihre Lieblingsmusik hörte, kämpfte sich ein wenig mehr von Annegret hoch und sie kicherte leicht verwirrt, als sie sich an ihre vorherigen Gedanken erinnerte.

„Schön, das war jetzt mein Islamausflug! Ab Morgen wird wieder ernsthaft gearbeitet, Frau Bürgermeisterin!“ sagte sie sich kopfschüttelnd und fuhr endlich los.

Teil 8

Zu Hause gönnte sie sich ein ausgiebiges Bad. Hier stellte sie eine Kerze auf, löschte das Licht, hörte Vivaldi und suchte Entspannung. Immer, wenn sich in ihrem Leben Entscheidungen anberaumten, war das ihr Hilfsprogramm, um eine Lösung für ihre Probleme zu finden. Nur dieses Mal funktionierte es nicht so, wie erwartet. Das Gefühl, dass etwas fehlte, verhinderte, dass sie richtig abschalten konnte. Sie war an diesem Tag morgens schon um fünf Uhr zum Morgengebet geweckt worden. Es war erst neunzehn Uhr und sie war hundemüde. Aber in der Wanne einschlafen, wollte sie nicht. Also warf sie sich den Bademantel über und ging in die Küche, um sich ihr Abendbrot zu machen. Milka saß da und empfing sie mit einem breiten Grinsen.

„Nein, liebe Tochter, es ist zwischen mir und dem Hodscha nichts gelaufen!“ reagierte sie.

„Ich weiß, Fatima hat mir alles getextet. Ich grinse ja nur, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie du zwei Tage lang nichts tun durftest und vor allen Dingen schweigen musstest.“ sagte Milka.

„Da bist du nicht allein. Auch ich bin da ziemlich ratlos. Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Ich war geknebelt und unter Stoff bis zur Unkenntlichkeit versteckt und es hat mir gefallen. Alles fühlte sich so richtig und gut an.“ sagte sie. Dass sie von Fatima gefüttert und gepampert worden ist, verschwieg sie gegenüber ihrer Tochter wohlweislich.

„Ich muss dich darum bitten, alles was mich und den Hodscha angeht nicht mehr zu texten. Ich möchte nicht das kleinste Risiko eingehen. Stell dir vor, jemand klaut Fatimas oder dein Mobile, okay?“ warnte sie.

Milka sagte: „Du hast vielleicht recht, wir werden vorsichtiger sein. Weißt du, inzwischen finde ich Fatima richtig cool! Gegen sie sind Sandra und Jutta echte Bimbos, nur hübsche Hohlraumversiegelungen.“

„Das meinte ich ja. Sie werden alles daran setzen mehr über euch zu erfahren und das könnte auch meine Pläne gefährden. Also seit vorsichtiger, okay?“

„Okay, Mama! Ich checke das gleich mit Fatima ab. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich weiß von der Nazi-plage in Breitarsch. Vielleicht sogar mehr als du. Dein Dr. Harzer ist nicht nur ein intrigantes Schwein, er verkehrt auch vorzugsweise mit dem Pack. Knecht und AfD – Vorsitzender Harzer sind beste Freunde. Wie du sicher weißt, sind ihre Söhne in meiner Klasse. Seit ich Fatima kennengelernt habe, reagiere ich allergisch auf Rassisten.“

„Ja, meine Tochter wird erwachsen. Ich bin richtig stolz auf dich!“ sagte Annegret und nahm sie in die Arme.

„Was glaubst du, wie stolz du erst auf mich sein wirst, wenn ich nach der Schule mit Fatima in Köln shoppen war? Vorausgesetzt natürlich, du überlässt mir deine Kreditkarte?“ bettelte Milka.

„Limit 400 €, aber nur für Klamotten, nicht für schweine- teure Duftstoffe! In Ordnung?“ sagte sie.

„Mama! Du bist die Beste!“

 

„So sollte jeder Tag beginnen!“, dachte Annegret gut gelaunt auf ihrem Weg zur Arbeit. Sie fühlte sich wohl, wie lange nicht mehr. Sie liebte ihren Job und war immer mit ganzem Herzen dabei, doch die unangenehmen Seiten des Politikerlebens, die Intrigen, die Bestechungsversuche die Diffamierungen aus den eigenen Reihen nahm sie nun wohl zur Kenntnis, aber nicht mehr zu Herzen. Auf ihrem Parkplatz angekommen, dachte sie: „Gott! Was war ich blind! Es gibt noch ein Leben neben der Arbeit. Du hast vollkommen vergessen, was für eine tolle Tochter du hast! Wann hattest du eigentlich das letzte Mal Sex? Vor oder nach der ‚Machtergreifung‘?“ Sie saß in ihrem Wagen und musste lachen und heulen vor Glück. Ihr wurde schlagartig bewusst, wie reich sie vom Leben oder Gott oder wen oder was auch immer beschenkt worden war. Vieles sollte sich für sie ab heute ändern!

 

In der Schule war es für Milka nicht so angenehm. Sie wurde dauernd angerempelt und beleidigt. Selbst die Furze aus den unteren Klassen mobbten sie. Auch das Verhalten einiger Lehrkörper hatte sich ihr gegenüber geändert. Nun wurde ihr erst bewusst, wie sehr die Leute sich verändert hatten. Rassismus, Antisemitismus und Restriktionen gegen Fremde galten im Laufe der Zeit als normal und wer, wie sie, da nicht mitmachte, wurde ausgegrenzt. Bei jungen Frauen, wie Milka, erzeugte das nur noch mehr Widerstand und ihre Freundschaft zu Fatima festigte sich noch mehr. Noch ein halbes Jahr bis zum Abitur, dann brauchte sie sich mit diesen Provinzaffen nicht mehr abzugeben. Aber bis dahin wollte sie das Pack noch kräftig schocken. Eigentlich wollte sie sich neue Herbstgarderobe zulegen, aber nun kam ihr eine Idee für den Nachmittag und sie googelte nach ganz speziellen Boutiquen in Köln.

 

Auch im Rathaus gaben sich einige Leute die größte Mühe, Annegret den Tag zu versauen. Doch sie hatte sich wirklich geändert, sie negierte das Pack und lächelte. Es gab in der Sitzung einige wichtige, in der Tagesordnung festgelegte Probleme zu lösen. Als Dr. Knecht wieder seinen rassistischen Müll lamentieren wollte, verwies die Bürgermeisterin mehrfach darauf hin, dass es 2039 und nicht 1939 war und sie sich an das Protokoll halten sollten. Als das nicht fruchtete, beendete sie die Sitzung mit dem Verweis auf die Störungen durch Dr. Knecht und machte gutgelaunt Feierabend, während die Sitzungsteilnehmer ausschließlich damit beschäftigt waren, ihre vor Verblüffung auf den Boden reichenden Kinnladen wieder in Position zu bringen. Sie hatte sich geschworen, sich nie wieder von diesem Pack vorführen zu lassen.

„Gott! Das Leben konnte so schön sein!“ dachte sie auf ihrem Nachhauseweg.

 

Fatima wunderte sich doch sehr über Milka, als sie statt am Kölner Hbf in Köln Deutz ausstiegen. „Sag mal. Was hat dich denn hierhin verschlagen? Ich dachte wir flanieren eine Runde auf der Domplatte?“ fragte sie. „Warts ab!“, erhielt sie zur Antwort. Milkas Mobile führte die beiden direkt zu einer Boutique für islamische Mode. „Ich bin eigentlich gut bestallt mit Klamotten, aber vielleicht finde ich ja noch ein hübsches Accessoire?“, sagte Fatima in der Annahme, Milka hätte ihretwegen diese Boutique aufgesucht. Doch Milka nahm sie an die Hand und steuerte direkt auf die Kleiderständer zu.

„Ich brauche ein paar lange, weite Röcke! Hilf mir mal!“ sagte sie nur. Fatima zuckte nur mit den Achseln und reichte ihr einige, die ihr gefielen und Milkas Größe hatten. Milka nahm sich den grauen Rock und verschwand in der Umkleide. Als sie herauskam, betrachtete sie sich im Spiegel. Sie drehte sich von links nach rechts und genoss es, wie der schwere Stoff um ihre Beine wogte.

„Der Rock steht Ihnen fantastisch! Nur zu ihren Sneaker passt vielleicht eher etwas Jugendfreundlicheres.“ sagte die hinzugekommene Verkäuferin. „Ja! Schwarze Stiefeletten sollten toll zum Rock passen. Haben Sie vielleicht welche? Ich brauche sie in Größe 38?“ „Sofort!“, sagte die Verkäuferin und freute sich über eine Kundin, die sich wohl neu einkleiden wollte und brachte ihr einige Schuhe zur Auswahl. Dann kam eines zum anderen und Fatima sagte spaßeshalber: „Jetzt fehlt dir nur noch der Hijaab.“, und lachte. „Ich habe mir auf Toeloop verschiedene Hidjaab-Styles angeschaut. Können Sie mich da beraten?“ wandte sich Milka prompt an die Verkäuferin. Am Ende stand eine islamisch korrekt und sehr sittsam gekleidete Milka in der Boutique. Am teuersten waren die Schuhe und der Mantel. Alles andere war zu einem Spottpreis zu haben. Sie hatte noch 150 € über, die sie für Kopftücher Blusen und Röcke ausgab. Langsam begriff Fatima, dass das alles kein Spaß war und fragte:

„Du gibst das ganze Geld dafür aus. Willst du dich etwa nur noch so kleiden wie ich? Aber du bist doch keine Muslima!“

„Seit wir Freundinnen sind, werde ich genau so wie Scheiße behandelt wie du. Ich zeige diesen bigotten Arschlöchern so, was ich von ihnen halte und das sie mich anekeln. So und jetzt kaufe ich mir noch einen Koran. Vielleicht werde ich ja eine gute Muslima, für eine anständige deutsche Rassistin fehlt mir jegliches Talent.“

Dann fuhren sie zurück nach Breitarsch und Milka ließ sich, bevor sie nach Hause ging, dort in ihren Schleiern überall sehen, damit die Provinzler auch was zum Tratschen hatten. 

Teil 9

Annegret staunte nicht schlecht, als Milka mit ihrer Freundin Fatima bei ihr eintrudelte. Es hätten zwei Schwestern sein können.

„Hallo Tochter, neuer Style?“ begrüßte sie Milka.

„Und, wie gefalle ich dir, Mama?“

„Ich sehe eine hübsche, blauäugige Muslima! Ist das so, mein Kind?“

„So weit bin ich noch nicht, aber ich will gegen das rassistische Nazi-Pack antreten. Die einzige Gegenströmung zur AfD ist die IPD. Ich bin schon länger Parteimitglied und ab heute werde ich mich dazu bekennen.“ konstatierte sie.

„Kind, du bist erwachsen und kannst tun und lassen, was du willst. Aber glaubst du, dass du hier in der Provinz dir damit einen Gefallen tust?“ fragte Annegret besorgt.

„Mama, die Zeiten ändern sich. Deine CDU löst sich langsam auf, genauso wie damals die SPD. Wir haben einen konvertierten Ministerpräsidenten, der auf dem besten Weg ist, der neue Bundeskanzler zu werden. Bis auf einige Städte im Osten stellt die IPD überall die Regierung und in der Provinz kann die CDU nur noch mithilfe der AfD regieren. Du selbst kommst doch schon seit Jahren nicht mehr dazu vernünftig zu arbeiten, weil du permanent aus den eigenen Reihen boykottierst wirst.“

„Da liegst du gar nicht so falsch! Ich habe heute Morgen wegen Dr. Knecht die Sitzung platzen lassen und habe Feierabend gemacht und uns was Leckeres gekocht!“ sagte Annegret stolz.

„Wow! Mama! Du bist die Größte! Das Essen ist hoffentlich halal. Ich möchte, dass Fatima mit uns isst.“ bat Milka.

„Es gibt Lamm mit Gemüsereis. Selbstverständlich isst sie mit uns.“ sagte sie.

„Das geht nicht! Ich muss nach Hause, um das Essen für meinen Vater anzurichten.“ sagte Fatima.

„Unsinn! Es ist genug zu essen da. Ruf ihn an und sage ihm, ich würde mich schrecklich freuen, wenn er heute mein Gast wäre.“ sagte Annegret.

Milka konnte ihre Mutter nur perplex anschauen, denn so hatte sie ihre Mutter noch nie erlebt. Fatima ergab sich in ihr Schicksal und rief an. Dann reichte sie Annegret ihr Handy.

„Guten Abend Frau Bürgermeisterin. Habe ich meine Tochter richtig verstanden, sie laden mich zum Essen ein?“ fragte der Hodscha.

„Nennen Sie mich bitte Annegret, lieber Hodscha. Wir haben viel zu besprechen und das möchte ich gerne mit einer Einladung zum Essen beginnen.“ antwortete sie.

„Ich freue mich! Ich könnte gegen 18:00 Uhr, also in circa einer halben Stunde bei ihnen sein Annegret.“ sagte er.

„Ich freue mich auch! Bis gleich Hodscha.“, sie legte auf.

„Was ist mit dir los. Mama?“

„Mädels, ich erkläre euch alles, wenn wir gegessen haben, okay? Macht euch frisch und räumt deinen Einkauf weg. Wir essen in einer halben Stunde“, ordnete sie grinsend an und die Mädchen verschwanden kichernd in Milkas Zimmer. Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür. Annegret hatte sich einem plötzlichen Impulse folgend ein Kleid angezogen und sich frisch geschminkt. Schließlich hatte sie schon seit Jahren keinen Mann zu Gast. Da stand er in der Tür und war genauso nervös wie sie. - Wo die Liebe hinfällt – Er hatte Blumen dabei, an die er sich festzuhalten versuchte. Annegret fing sich zuerst und bat ihn einzutreten.

„Hodscha, sind die Blumen für mich? Das ist aber zauberhaft von Ihnen“, begrüßte sie ihn. Ungelenk reichte er ihr die Blumen und sagte:

„Ich hoffe, sie gefallen Ihnen! Es ist mir eine große Ehre, liebe Annegret“, sagte er. „Und bitte, nennen Sie mich Hakim.“

Sie führte ihn ins Wohnzimmer und er nahm an einer liebevoll dekorierten Tafel Platz.

„Mädels, kommt ihr? Hakim ist da! Kommt in die Küche. Ihr dürft mir beim Aufdecken helfen!“ rief sie nach oben. Zwei albern kichernde Schleiereulen stürmten in die Küche und brachten das Gedeck ins Wohnzimmer. Der Hodscha staunte nicht schlecht über Milkas neues Outfit. Dann saßen sie alle und Annegret bediente sie, bevor sie sich selbst zum Essen hinsetzte.

„Ich muss konstatieren, liebe Annegret, Sie haben eine sehr hübsche Tochter“, begann er das Gespräch.

„Die mir im Moment große Kopfschmerzen bereitet, aber mich auch sehr stolz auf sie macht“, sagte sie. „Sie will eindeutig Stellung gegen die AfD oder besser gesagt gegen Rassismus im Allgemeinen beziehen.“

„Ich möchte schon für mich selber sprechen, Mama“, sagte Milka. „Also es freut mich, dass Ihnen mein Äußeres gefällt, Hodscha. Aber verwechseln Sie bitte nicht Ursache und Wirkung. Ich will nicht tatenlos zuschauen, wie dieses Land verroht. Es gibt nur noch eine Instanz, die dem Rechtsradikalismus die Stirn bieten kann und das ist der Islam. Am Ende werde ich konvertieren, aber das wird für alle Antifaschisten gelten, das ist mir klar.“

„Bitte nennen Sie mich Hakim. Darf ich Sie mit ihrem Vornamen ansprechen?“ fragte er.

„Ich bin erst 18, Sie können mich ruhig duzen und Milka reicht, Hakim“, antwortete sie ihm.

„Nicht nur hübsch, sondern auch sehr klug! Deine Mutter kann stolz auf dich sein und wir Moslems froh, dich nicht zum Feind zu haben.“ sagte er lachend. Die Politikerin Annegret merkte sofort, das hier zwei starke Charaktere aufeinander stießen, die beide gleich tickten und sich mochten. Das machte sie sehr glücklich, denn ihr war bewusst geworden, wie sehr sie ihn liebte und sie wollte unbedingt seine Frau werden. Sie führten dann während des Essens nur belanglose und entspanntere Tischgespräche. Nach dem Essen sagte Fatima: „Du hast sehr gut gekocht, Annegret. Wir Mädchen räumen ab, machen die Küche sauber und bringen euch später Tee.“ Fatima wusste genau, dass das für Milka eine Premiere war. Noch nie hatte sie abgewaschen und die Küche geputzt. Lediglich wenn sie etwas von ihrer Mutter wollte, half sie beim Abtrocknen oder brachte den Müll raus. „Nun, Annegret, was haben Sie auf dem Herzen?“, fragte er sie. „Ich möchte nicht mehr kandidieren. Ich bin mittlerweile machtlos und kann nichts mehr erreichen. Sie werden der neue Bürgermeister!“, sagte sie geradeheraus. Hakim schwieg und betrachtete eine Weile mit gerunzelter Stirn seine Hände. „Annegret, ich will ehrlich zu Ihnen sein. Ich hatte schon selbst daran gedacht. Da ich aber bei Ihnen im Wort stehe, habe ich diese Gedanken schnell verworfen. Sollte die CDU bei den nächsten Bürgermeisterwahlen wieder gewinnen, wird sie so schwach sein, dass sie ein Spielball der AfD sein würde und das kann ich Ihnen nicht wünschen.“ erwiderte er. „Ich werde in den eigenen Reihen bekämpft und boykottiert, dass es heute schon für mich unmöglich ist vernünftige Politik zu machen. Aus diesem Grund habe ich heute eine wichtige Ratssitzung platzen lassen und habe Feierabend gemacht. Es war ein wunderbares, befreiendes Gefühl“, sagte sie mit glänzenden Augen und ihm wurde ganz anders, als er in ihnen versank.

 – räusper, räusper – 

„Und was haben Sie konkret für ihr letztes Amtsjahr geplant?“, wollte er nun wissen.

„Nun, ich dachte, ich sollte mein CDU-Parteibuch zurückgeben, zum Islam konvertieren, meinen Vornamen in Saaliah ändern, der IPD beitreten und deine Frau werden“, sagte sie, als würde sie vom Wetter reden.

- räusper, räusper -

Hakim war ein kaltschnäuziger Hund, der perfekte Bürgermeister. Er fing sich schnell und sagte so belanglos, wie er nur konnte, mit rasendem Herzen:

„Ja, sehr schön! Das ergibt Sinn! Zumal ich dich von ganzem Herzen liebe, Saaliah und stolz und glücklich wäre, dein Mann zu werden.“

Dann war es für beide vorbei mit dem Spielchen und sie lagen sich wild küssend in den Armen. Natürlich hatten die Mädchen Mäuschen gemacht und lagen sich nun ebenfalls leise kichernd und vor Rührung weinend in den Armen.

Noch in der gleichen Woche gab Annegret ihr altes Parteibuch ab und trat in die IPD ein. Sie konvertierte zusammen mit Ihrer Tochter zum Islam, heiratete gleich darauf Hakim in der Moschee und gab mit ihm das Aufgebot beim Standesamt ab. Dort beantragte sie auch gleich die Änderung ihres Namens in Saaliah Arslan. Sie entschied sich, wie fast alle Konvertiten zu extrem sittsamer Kleidung. Sie verhüllte sich bis auf ein kleines Dreieck von Augen, Nase und Mund. Ein Anwalt führte dem Gemeinderat das mitgeschnittene Gespräch von Dr. Knecht vor und verwies auf das Strafmaß für Veruntreuung im Amt und Aufforderung zur Vergewaltigung. Sollte Dr. Knecht sofort zurücktreten und alle öffentlichen Ämter sofort niederlegen, würde Frau Bürgermeisterin Saaliah Arslan großzügig auf eine Anzeige verzichten. So kam es, dass sie all die Reformen und Bauvorhaben in ihrem letzten Jahr als Bürgermeisterin durchpeitschen konnte. Im Wahlkampf gewann die IPD haushoch – wohl auch durch den gezielten Einsatz der Nanobots – und sie verwies auf ihren Mann, der ihre Geschäfte in ihrem Sinne weiterführen wollte. Kleine Städtchen wie Breitarsch erregten im ganzen Land Aufsehen und die IPD dadurch große Aufmerksamkeit. Zumal für die Bevölkerung spürbare Verbesserungen eintraten.


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