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Einen Euro für Allah

Geschrieben von vulcan | Veröffentlicht am 01.11.2019 | MC Other | 0 404


Tags: Islam erzwungene Konvertierung

Diese Story basiert auf einer Idee von smokeysis: A Penny for a Wish 

Teil 1

Jessica saß allein auf ihrem Lieblingsplatz im Einkaufszentrum vor McDreck. Hier konnte sie den Eingangsbereich der Mall weit überblicken, dass sie den widerlichen Fraß von McDreck deshalb bestellen musste, nahm sie widerwillig in Kauf. Schließlich konnte sie niemand zwingen es auch noch zu essen.

Jessica war eine zwanzig jährige, moderne Europäerin, die durchaus in der Lage war ihr Leben zu meistern. Sie chattete mit ihrer Freundin Jennifer, die bald zu ihr stoßen würde und beobachtete dabei die vorbeieilenden Passanten. In der Mitte des Entree stand ein großer Wunschbrunnen, in dem hier und da Passanten Münzen hineinwarfen und sich dabei etwas wünschten. Die junge Frau kam nicht umhin, ihren Kopf über diesen dummen Aberglaube zu schütteln. Wenn sie eines wusste, dann, dass mit den Münzen das hiesige Waisenhaus unterstützt wurde und das Wünsche dadurch bestimmt nie in Erfüllung gehen würden. Das war nur eine Kinderfantasie, wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase oder der Weltfrieden. Sie wusste Bescheid.

Jessica schaute am Brunnen vorbei und sah, wie ein schwarzer Kegel mit an ihren Armen hängenden Taschen ein Geschäft verließ. Natürlich war dieser Kegel eine Frau, eine salafistische Muslima, die in jeder denkbaren Art und Weise genau das Gegenteil von Jessica war. Jessica hatte lange blonde Haare und eine traumhafte Figur. Sie war stets chic und modern gekleidet, aber immer dezent und mit Stil. Sie gehörte zu den seltenen Menschen, die allein mit ihrer Gegenwart, die anderen lächeln ließ. Sie hatte immer eine gesunde Bräune und ihr Make-up war geschmackvoll, mit rubinroten Lippen und rosa Wangen. Heute trug sie ein dicht anliegendes, himmelblaues Kleid. Es hatte den postmodernen Retrostil der 50er Jahre mit einen breiten weißen Hemdkragen und kurzen Ärmeln.

Jessica fühlte sich etwas unwohl, weil sie zu spüren glaubte, wie diese Fremde sie durch die von einer dünnen Gaze bedeckten Augen ihres Schleiers fixierte, als diese eine Münze in den Brunnen warf. Jessica schüttelte über diese kindische Einbildung den Kopf. Warum sollte sich die Schleiereule ausgerechnet für sie interessieren. Sie nahm ihr Smartphone zur Hand, um weiter mit Jennifer zu chatten. Die Frau hob ihre Taschen auf und setzte sich zu ihr an den Nebentisch. Das Mädchen hörte das Rascheln der Schleier, als sie sich hinsetzte. Es klang fremdartig und doch für sie auf irritierende Weise vertraut. Sicherlich musste sich die arme Frau in einem so gewichtigen und restriktiven Outfit unbehaglich fühlen?

„Hallo, ich heiße Batul! Ich habe am Brunnen etwas für dich gewünscht!" sagte die Muslima mit einer hauchzarten Stimme.

„Ja, als ich fünf Jahre alt war, habe ich auch an solchen Blödsinn geglaubt!", sagte Jessica mit abweisendem Spott. Sie blickte wieder auf ihr Smartphone und chattete weiter mit ihrer besten Freundin Jennifer.

„Ach du meine Güte, dann ist es doch richtig von mir gewesen, etwas Besonderes nur für dich zu wünschen!" Die Frau strich mit ihrer behandschuhten Hand über ihren Schleier. „Sicherlich kann ich deine Meinung noch ändern."

Jessica versuchte, die Frau zu ignorieren, aber aus irgendeinem Grund konnte sie sich einfach nicht mehr auf Jennifers Texte konzentrieren. Die Worte verschwammen immer wieder vor ihren Augen. Wenn sie versuchte, einen Satz zu lesen, verlor sie schon nach wenigen Worten den Überblick. Genervt legte sie mit einem frustrierten Schnaufen ihr Smartphone weg und wandte sich dieser lästigen Frau zu.

"Wirklich? Und wie willst du das anstellen?" spottete sie.

„Oh, es ist wirklich ganz einfach", sagte die Frau. Sie kicherte hinter ihrem Schleier und Jessica hob skeptisch eine Augenbraue. „Schon bald wirst du erleben, wie mein Wunsch sich erfüllt."

Die Muslima sprach mit ihr in diesem selbstbewussten, selbstsicheren Ton. Als wüsste sie alles am besten, und als wäre Jessica noch ein dummer, arroganter Teenager und nicht eine zwanzig Jahre alte Frau! Während diese Frau mit ihr plauderte.... diese seltsame Frau... Es war, als würde sie mit ihrer Mutter sprechen. Aus irgendeinem Grund, fühlte sie sich plötzlich so klein und unsicher in ihrer Gegenwart.

"Und was genau hast du dir für mich gewünscht?" fragte Jessica. Sie sah die Frau direkt an und erkannte, wie hell und blau ihre Augen unter der Gaze des dreilagigen Niqabs strahlten. Als ob sie eine Offenbarung hatte, empfand Jessica plötzlich eine tiefe Verbundenheit zu dieser Frau.

„Nun, ich wünschte mir, dass ein hübsches, nettes Mädchen wie du seine Sichtweise etwas ändert. Ich denke, so könnte man es vielleicht ausdrücken."

„Und wie kann ich mich ändern?" Jessica verspürte plötzlich in sich den Wunsch diese liebe Frau zu verstehen und wollte gerne tun, was sie so sehr von ihr wünschte.

„Oh, du wirst es früh genug merken, mein kleiner Liebling. Meine wunderschöne Tochter Basma. Mein Wunsch beginnt sich bereits auf dich auszuwirken! Sieh dich nur an...." Jessica blinzelte verständnislos. Sie verstand nicht im Geringsten, was die Frau meinte, aber sie fühlte sich auf einmal etwas benommen. Sie öffnete ihren Mund, um etwas zu erwidern, Doch im gleichen Moment hatte sie es vergessen. Sie konnte sich nicht genau erinnern, was sie mal war. Ein scheues Kichern entkam ihren Lippen. Sie kicherte eigentlich nie. Sie runzelte die Stirn, als sie versuchte, sich zu konzentrieren. Diese Frau war.... Wer war sie noch mal? Jessica war sich jetzt sicher, sie würden sich schon lange kennen, aber noch konnte sie diese liebe Frau nicht richtig zuordnen.....

Die Frau lehnte sich nach vorne und tätschelte Jessicas Wange. Zuerst versuchte sie, sie wegzustoßen, aber die Arme wurden ihr seltsam schwer. So schwer, viel zu schwer zum Anheben. Wieder musste sie kichern. Sie versuchte, es zu unterdrücken, aber es war, als würde jemand an ihren Lippen ziehen und sie zwingen, sich zu einem Lächeln nach oben zu krümmen.

„Ich... Ich... Ich... Ich.. Ich... Ich weiß nicht..."

„Oh, sei still, meine süße Basma ", gurrte die Frau. Sie hielt Jessicas Hände in ihren bedeckten Händen und streichelte sie sanft. Jessicas Augenlider begannen zu flattern, und mit einem Mal erkannte sie, wer sie war. Die Frau zog einen weißen Schleier aus einer ihrer Einkaufstaschen, während sie weiter so liebevoll mit ihr sprach, machte sie aus Jessica eine verschleierte Basma.

„Es wird alles gut, mein Kind. Mutter ist bei dir, liebe Basma und kümmert sich um dich."

Teil 2

Jennifer wanderte durch das Einkaufszentrum und blickte immer wieder auf ihr Smartphone, während sie sich durch ein Meer von lustlosen Käufern bewegte. Sie fuhr mit der Hand durch ihre langen Locken und kaute auf ihrer Unterlippe. Sie hatte eben noch mit ihrer besten Freundin Jessica gechattet. Sie wollten sich bei McDreck am Brunnen treffen, aber plötzlich, wie aus heiterem Himmel, hörte Jessica auf, auf Jennifers Botschaften zu reagieren. Dann meldete sich ihr Smartphone wieder und eine neue Nachricht erschien.

"Ich warte mit meiner Mutter am Brunnen. Komm und sieh dir mein neues Outfit an!" Jennifer betrachtete die Botschaft mit einer Mischung aus Misstrauen und reiner Verwirrung. So etwas hatte Jessica ihr noch nie geschrieben. Das war gar nicht ihr Stil. Beide hatten großen Spaß an Mode, doch Jessica würde ihr nie etwas über Kleider vorschwärmen. Vor allen Dingen war Jennifer sich sicher, dass Jessica keine Mutter mehr hatte.

Jennifer näherte sich dem Brunnen in der Mitte des Einkaufszentrums und sah sie sich nach ihrer besten Freundin um. Sie konnte Jessica nirgendwo finden. Es gab ein paar Leute, die herumspazierten oder Münzen in den Brunnen warfen. Draußen vor McDreck saß eine eine Schleiereule mit ihrer Tochter, die ähnlich verschleiert war. Während die Frau in einem Buch las, sah ihre Tochter zu Jennifer hin und winkte ihr zu. Kannten sie sich etwa? Jennifer sah jetzt genauer hin. Das Mädchen war vielleicht etwa in ihrem Alter, aber sie trug einen langen, weiten und knöchellangen, grauen Mantel. Auf dem Kopf trug sie einen bis zur Hüfte reichenden weißen Schleier, der nur noch ein kleines Gesichtsdreieck freiließ. Als Jennifer dann näher hinsah, erkannte sie, dass es tatsächlich Jessica war. Die Vorstellung sie in diesen Kleidern vorzufinden, war einfach abstrus. Aber es war nicht zu übersehen. Es war definitiv Jessica.

„Jessica? Bist du das?" fragte Jennifer, als sie näher kam. Das alles wirkte völlig surreal. Wurde sie hier etwa verarscht? Versteckte Kamera? Das war die einzige Erklärung, die ihr einfiel.

„Hi!" zwitscherte das Mädchen, welche Jennifer immer noch nicht mit ihrer besten Freundin in Übereinstimmung bringen konnte. Sie stand auf und umarmte Jennifer, wobei sie mit ihrer verschleierten Schläfe Jennifers Schläfe streichelte.

„Jessica, was ist los?" fragte Jennifer, schob ihre beste Freundin von sich und hielt sie auf Distanz. Besorgnis stand ihr ins Gesicht geschrieben, aber Jessica schien sich der Wirkung ihres Aussehens auf Jennifer einfach nicht bewusst zu werden. Jessica lächelte nur süß und senkte scheu den Kopf, bis nur noch ihre Nasenspitze zu sehen war. Jennifer war entsetzt darüber, was aus ihrer besten Freundin geworden war.

„Was ist mit dir passiert?"

„Nun...." Jessica drückte einen Finger an ihr Kinn, blickte auf und dachte zurück. „Ich wartete am Brunnen, und dann tauchte Mutter auf...."

„Wie, Mutter? Jessica, diese Frau ist nicht deine Mutter! Deine Mutter ist tot!" flüsterte Jennifer streng. Sie behielt die Muslima, die sich ganz ihrem Buch widmete, im Auge. Während diese ihr allerdings überhaupt keine Beachtung schenkte. Es war grausam, Jessica so etwas zu ins Gesicht zu sagen, aber hier lief etwas total schief. Sie musste ihre Freundin da rausholen, auch wenn es bedeutete, hartherzig zu sein. Aber Jessica lächelte nur selig.

"Jetzt habe ich aber wieder eine Mutter! Sie wird sich jetzt um mich kümmern und dafür sorgen, dass ich gut verheiratet werde. Sie wird für mich einen Mann finden, den ich lieben und ehren kann und dem ich gehorchen muss!" sagte Jessica trotzig.

„Heilige Scheiße, du redest wie eine Wahnsinnige", schimpfte Jennifer. Sie packte Jessica an den Schultern und schüttelte sie, aber ihre beste Freundin blieb vollkommen passiv und reagierte nicht.

„Bitte, Jessica, hör auf damit! Du machst mir wirklich Angst. Du kannst den Witz jetzt beenden. Ich bin genug angepisst."

Doch Jessica erkannte nicht, wie die Panik bei Jennifer immer größer wurde. Stattdessen ergriff sie Jennifers Hand und zog sie zu der schwarz verschleierten Frau hinüber. Die Frau blickte auf und Jennifer sah ihre hell blauen Augen durch das Netz der Burka strahlen, als würden sie glühen.

„Hallo! Du musst Jennifer sein! Basma hat mir viel von dir erzählt", sagte die Frau mit einer durch ihre Burka gedämpften Stimme. Jennifer wollte sich von ihr zurückzuziehen, aber Jessica hielt sie fest. Die Frau legte ihr Buch weg und streckte ihr ihre bedeckte Hand hin.

„Ich bin Basmas Mutter. Es ist so schön, dass ich dich endlich auch kennenlernen darf!"

Jennifer schaute die Frau an und wandte sich aus Jessicas Griff heraus. Sie trat einen Schritt zurück und schaute zwischen der Fremden und ihrer besten Freundin hin und her. Sie war sprachlos, aber ihre anfängliche Sorge um ihre Freundin wurde regelrecht zur Angst vor dieser verschleierten, mächtigen Frau. Es kam ihr der Gedanke, wie es wäre, von dieser wunderbaren Frau in den Arm genommen zu werden. Doch ihr Verstand schrie nur: lauf um dein Leben!

„Bitte Jessica, lass uns einfach gehen." bat Jennifer und sah ihre Freundin flehentlich an. Wenn sie sie nur von dieser Frau wegbringen könnte, würde sie sich bestimmt wieder ganz normal verhalten. Bestimmt? Aber ihre verschleierte Freundin rührte sich nicht.

„Warum sollten wir gehen? Du hast noch nicht einmal etwas Sittsames für dich selbst zum Anziehen gekauft, du dummes Ding!"

„Jessica, bitte, hör einfach auf damit, okay? Das ist nicht mehr lustig!" bettelte Jennifer. Aber Jessica sah sie nur erstaunt an, als wäre Jennifer hier die Verrückte und nicht sie. „Was zum Teufel ist in dich gefahren? Du bist doch eine moderne Frau, wie ich! Du bist nicht so eine ... Diese Schleiereulen lehnen wir doch ab!"

„Bin ich wirklich so etwas, Mama?" Jessica war verwirrt und blickte von Jennifer zur Muslima auf der Bank. Jennifer hörte das scheinbar vertraute Rascheln der verschiedenen Schichten ihrer Schleier, als die Frau aufstand. Sie war so eine erschreckend starke und anziehende Erscheinung, aber auch ein Neutrum, ein Wesen ohne Persönlichkeit! Doch diese Frau hatte hier eindeutig das Sagen, obwohl sie nie laut wurde.

„Das warst du mal, ja, aber jetzt nicht mehr", sagte die Frau mit säuselnder Stimme. Sie sah auf Jennifer herab, als wäre sie nur ein dummer, vorwitziger und lästiger Teenager. Sie hielt Jessica umarmt und streichelte ihren verschleierten Kopf.

„Basma hatte heute Nachmittag einen Sinneswandel! Jetzt weiß sie, wie wichtig es ist eine gute Muslima zu sein, sich korrekt zu verhalten und zu kleiden und ein Leben nach islamischen Werten und in weiblicher Zurückhaltung zu führen!"

„Du hast sie einer Gehirnwäsche unterzogen?!" Jennifer starrte die Frau voll entrüsteter Wut an. Wie konnte sie es wagen, ihre beste Freundin, eine starke und selbstbewusste, emanzipierte junge Frau, zu nehmen und.... und sie zu einer Schleiereule zu degradieren?

„Gehirnwäsche ist ein böses, unhöfliches Wort." empörte sie sich. „Ich nenne es lieber.... Ihr eine andere Perspektive aufzuzeigen."

„Wie? Sag mir, wie du es gemacht hast, damit ich sie wieder normal machen kann!" verlangte Jennifer. Sie war nie so stark wie Jessica gewesen. Sie war bei weitem nicht so klug wie ihre Freundin, aber sie war stur und wollte verdammt sein, wenn sie zulassen würde, dass diese Frau ihre beste und engste Freundin mit einer Gehirnwäsche kontrollierte. Sie wollte mit aller Kraft um sie kämpfen.

„Oh, aber ich will nicht wieder zurück!" wimmerte Basma. Sie lehnte sich in die Umarmung ihrer Mutter und schloss die Augen, damit diese wieder ihren bedeckten Kopf streichelte. „Ich will eine gutes, gehorsames, muslimisches Mädchen sein. Und.... Und tun, was Mutter mir sagt...."

„Mm.... Ich sag dir was, meine kleine Djamila", sagte die Frau zu Jennifer. „Ich gebe dir die Chance, Basma wieder so zu machen, wie du sie haben willst. Aber um die Dinge fair zu gestalten, gebe ich Jessica die Chance, dich so zu machen, wie sie es will. Wie klingt das?"

„Was meinst du? So was wie doppelt oder nichts? Im Übrigen bin ich nicht ihre kleine Djamila!" empörte sich Jennifer. Batul lachte hämisch:

„Aber bald! Basma hat Allah auf ihrer Seite. Der Allerhöchste wird auch deine Seele dem Satan entreißen und du wirst seinem Pfad folgen! Alles, was ich tun musste, war am Brunnen für Basma ein besseres Leben zu wünschen. Ich gebe jeder von euch einen Euro und jede wird ihren Wunsch gegen die andere einsetzen! Nur die mit dem stärksten Willen soll gewinnen!"

Sicherlich scherzte die Frau, dachte Jennifer. Aber sie erschien ihr so ernsthaft und so direkt. Jennifer bezweifelte, ob die Frau überhaupt in der Lage war, zu lügen. Und das alles eingehüllt in befremdend islamische Werte. Und wenn sie die Chance hätte, Jessica zu retten, um sie wieder zu einer normalen Frau zu machen …? Jennifer akzeptierte.

Sie nickte und die Frau gab Basma aus ihrem Griff frei. Sie faltete brav ihre Hände vor ihrem Rock und wartete geduldig mit gesengtem Kopf, während die Frau in ihrer Tasche nach einem Paar Euros fischte. Jennifer schnappte sich einen Euro von der Frau und Basma nahm den anderen scheu entgegen. Beide Mädchen gingen dann zum Brunnen. Jennifer atmete tief durch. Es galt jetzt oder nie. Alles oder nichts. Es klang absurd, aber entweder würde sie sich wünschen, dass Basma frei ist, oder Basma würde sich wünschen, dass sie wird.... Was auch immer sie in ihrer Vorstellung sein sollte. Dieser Gedanke ließ Jennifer einen Schauer über den Rücken laufen, aber trotzdem wollte sie es versuchen. Sie wollte die echte ... Basma? zurück.

Jennifer kämpfte auf verlorenen Posten, denn ihre Gedanken waren schon längst unter Batuls Kontrolle. Djamila schloss ihre Augen und hielt den Euro fest in ihrer Faust. Sie verdrängte alle anderen Gedanken aus ihrem Kopf, bis auf den einzigen Wunsch, Basma aus der Kontrolle der Fremden zu befreien. Doch stattdessen sagte sie:

„Ich wünsche, ich wäre Djamila! Basma und ich könnten dann für immer zusammen bleiben." Dann ließ sie den Euro in den Brunnen fallen. Djamila öffnete die Augen und sah, wie beide Münzen, ihre und Basmas, zum Boden des Wassers schwebten und sich unter all den anderen Münzen verloren. Sie sah verzückt zu Batul, der Muslima in ihren Schleiern. Dann sah sie zu Basma, auch sie war immer noch bedeckt. Dann ruhte ihr Blick auf der Wasseroberfläche, bis die sich wieder beruhigte. Es spiegelte sich in ihr das winzige Gesichtsdreieck eines sittsam verschleierten muslimischen Mädchens. Djamila schaute erfreut auf sich herab und sah, dass sie es war, die diese Kleidung trug. Und da erschien ein sanftes, hoffnungsvolles, aber sehr zurückhaltendes Lächeln auf ihren Lippen.


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