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Die magische Lotterie (1023) (TF)

Geschrieben von diaperwoman89 | Veröffentlicht am 11.09.2020 | Animal | 0 239


Tags: #magic#hakuna matata

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Prolog:

Wir schreiben den 4. Juli 2020. Vor einem Monat wurde in der Stadt Wandel eine Lotterie per Losverfahren ausgerufen, bei der eine Vielzahl an kleinen Sachpreisen und einem Hauptpreis zu gewinnen sind. Der Ausrichter dieses Spektakels hat sich in einem Interview vor ein paar Wochen folgend zu diesem Spektakel geäußert:
„Wir wollen noch nicht verraten, was für tolle Preise die glücklichen Gewinner erhalten. Doch ich kann versprechen, dass jeder Gewinn das Leben der betreffenden Person verändern wird!“
Angestachelt von diesem Gespräch kauften die Bewohner von Wandel alle Lose, um die 2.000 Stück, auf. Wie gebannt versammelt sich eine Vielzahl von Losbesitzern auf der Festwiese des Ortes, um zu hoffen, zu bangen und sich zu freuen. Eine große Bühne wurde zu diesem Ereignis aufgebaut. In der Mitte dieser steht eine riesige Bingomaschine, in deren Inneren tausend von Kugeln verborgen sind. Gleich ist es soweit und nicht nur der Veranstalter, sondern vor allem die Losbesitzer sind schon ganz heiß auf das Event. Es betreten ein Mann in Sommeroutfit und seine Assistentin die Bühne. Frenetischer Jubel peitscht ihnen entgegen und der Showmaster beruhigt die Massen.


„Hallo, Wandel. Ich freue mich heute hier zu sein! Ich bin der fantastische Steven und diese bezaubernde Dame heißt Elisa!“


Immer wieder schaute Chris nervös auf sein Handy und dann in Richtung Bühne, wo in Bälde der nächste Gewinner gezogen wird.
„Mensch, Julia. Wo bleibst du denn? Sonst pünktlich wie ein Schweizeruhrwerk und heute lahmarschig wie eine Schnecke. Es war ein Riesenfehler, dass ich dir das Lotterielos zur Aufbewahrung übergeben habe. Ich hätte es ahnen müssen! Wenn die Nummer 1023 gezogen wird und es was Tolles ist, dann verzeihe ich dir das niemals!“, dachte sich Chris und sein Inneres war schon seit der ersten Ziehung ein aufgescheuchter Bienenschwarm.
„Jetzt reicht es! Ich werde Sie anrufen und Ihr klipp und klar verklickern, dass Sie flinke Füße machen soll!“, stellte der Mann fest und wählte Julias Nummer. Ein immer wiederkehrendes Tuten erklang.

Zur selben Zeit flanierte Julia beschwingt durch den Zoo der Stadt Wandel. Sie war ein Megatierfan. Die Frau besuchte gerne die Koalas, die Löwen oder die Zebras. Doch der Favorit bei jedem Besuch waren selbstverständlich die Erdmännchen. Schon mehrere Stunden ihres Lebens sind dabei draufgegangen, diese pelzigen kleine Säugetiere zu betrachten, zu studieren und zu mustern. Auch heute war einer dieser Tage. Julia, wollte sich eigentlich mit ihrem Kollegen von der Arbeit auf der Festwiese treffen, um gemeinsam zu fiebern, ob das Lotterielos, welches beide zusammen erworben hatten, einen Preis abräumt. Auf einmal klingelte ihr Handy.
„Hallo, hier Julia am Apparat!“, sagte sie flachsig wie immer.
„Was, Chris? Wo ich stecke? Ich bin im Zoo?“, antwortete Julia und Chris Geplärre wegen des Loses drang an ihr Ohr.
„Oh Mist! Sorry! Hab völlig die Zeit vergessen. Mache mich sofort auf den Weg! Versprochen!“, meinte sie noch und legte auf.

„Mensch, Julia! Mit dem Kopf immer in den Wolken. Hier geht es um Preis oder nicht Preis!“, dachte sich Chris und eine Ansage ertönte aus den Boxen neben ihm.
„Die Person mit der Nummer 1023 soll bitte auf die Bühne kommen, um sich eine handsignierte DVD von Roger Allers und Rob Minkoff abzuholen!“, sagte eine Stimme vom Band. Chris konnte seinen Ohren nicht glauben. Seine Nummer wurde wirklich gezogen und der Knaller war, dass Julia und er sich als riesige „König der Löwen“ Fans bezeichnen. Seine Kumpeline liebte Timon abgöttisch. Julia hatte ihn mal gebeichtet, dass sie super gerne wie die beiden Singletiere im Dschungel abhängen und „Hakuna Matata“ singen würde. Solche Spinnereien hatte Chris bei ihr nie für voll genommen.
„Scheibenkleister! Wenn Julia nicht schnell hier erscheint, dann verfällt der Preis. Ich rufe Sie an und mach Ihr Feuer unter dem Hintern!“, dachte sich Chris und tippte flink die Nummer seiner Kollegin ein.

Währenddessen ging die Zooliebhaberin zügig Richtung Ausgang, als Chris sie wieder anrief.
„Ja! Was, Chris? Wirklich, wir haben eine handsignierte „König der Löwen“ DVD gewonnen! Das ist ja super! Ich gebe Fersengeld!“, antwortete Julia auf die knappen Mitteilungen von Chris und legte auf.
„Mist! Wenn ich es nicht rechtzeitig schaffe, dann wird Chris ewig auf mich sauer sein!“, dachte sie und sprintete durch das Zootor nach draußen. Von hier bis zur Festwiese benötigte sie ca. 6-7 Minuten im Sprint. Panisch auf das Ziel fokussiert, begannen sich ihre Augenhöhlen zu weiten und so auszusehen, als ob Julia mehrere Wochen sehr wenig geschlafen hätte. Aus Angst vor Chris Wut lagen ihre Ohren schwärzlich am Kopf an, während die Kopfform der Frau eingedrückt wurde und eine rundliche Form annahm.
„Muss, schneller vorankommen! *Hätsch*“, schniefte sie und kleine Zähne blitzten für einen kurzen Moment aus ihrem Mäulchen hervor, welcher kameradschaftlich sich mit der Nase nach vorne verschoben. Mit jedem Schritt fiel ihr eine beachtliche Anzahl von Kopfhaar aus. Doch Julias Körper kompensierte dies damit, dass sich ihr Gesicht vollständig mit dichtem hellen Haar überzog.

„Komm schon, Julia! Die dritte Ansage erklingt gerade aus den Lautsprechern! Viel Zeit bleibt nicht mehr!“, dachte sich Chris, als seine Gedärme ein frisches Windchen fahren ließen.
„Boah! Wieso riecht denn mein Furz so widerlich“, sprach er und versuchte den verwesenden Geruch mit den Händen weg zu wedeln. Doch es schien hoffnungslos, als sein Hintern eine Idee ausbrütete. Ein langer Schwanz mit flauschiger Quaste wuchs aus Chris Hose wie eine Schlange und wedelte schnell hin und her, um die giftigen Gase an alle zu verteilen. Seine Arschbacken verloren an Fülle und gräuliche Härchen nisteten sich auf seinem Gesäß an. Die Hose spannte dafür vorne und ein schwabbeliger Bauch versuchte sich den Weg in die Freiheit zu bahnen. Der oberste Knopf gab den Druck der Massigkeit nach und schoss wie ein Projektil in Richtung Bühne. Chris vernahm noch ein Aua aus den Massen, als ihn das Gefühl überkam, sich mal richtig lange und intensiv im Schlamm zu suhlen. Er schaute auf das Handy, um diesen Gedanken abzuschütteln.
„Julia, wo bleibst du denn?“, dachte er sich.

„Bin gleich da! *Hächzzzz*“, schniefte sie und eine dünne hellbraune Schicht Haar bildete sich auf ihren Hals und den Schultern. Ihr Sportbh verlor durch den Sprint an Inhalt. Flach wie ein Brett, aber mit ein wenig Brustbehaarung ausgestattet, düste sie über die Ampel und merkte, dass ihre Sachen anfingen zu schlabbern.
„Hey, ich muss nicht mehr Gewicht verlieren. Bin doch schon windschnittig genug! Jetzt schreit auch noch mein Magen nach Nahrung. Ein paar dicke, saftige Würmer wären nicht schlecht“, dachte sie und ihre unteren Eckzähne bogen sich nach oben. Ihre Arme wurden zusammengestaucht, während ihre Hände putzig und vor allem daumenloser aussahen. An den restlichen 4 Fingern je Pfote fielen die Nägel aus. Als Ersatz dafür bekam Julia lange Wolverinekrallen spendiert. Auch an diesen Körperteilen verteilte ihr Körper ein Haufen kostenlose hellbraune Haarproben.

In der Zwischenzeit war das gesamt Hemd von Chris vorne aufgesprungen und an den Nähten gerissen, doch jenen störte das nicht, da er sich auf den trockenen Boden wälzte. Seine Plauze war behaart und unansehnlich geworden. Chris hatte es schon geschafft, seine Hose durch die Rollaktion herunter zu ziehen.
„Matsch. Wunderschöner Matsch *grunz* Julia und ich wollen DVD! Wo ist sie? Warum wollen wir überhaupt diese. Matsch und ein Leben in Freiheit *grunz* ist wesentlich besser!“, dachte Chris und es war ihm schnuppe, dass sein Gehänge entblößt bei jeder Bewegung hin und herschwenkt. Die Beinchen und Ärmchen begannen ordentlich zu knacken und bereiteten sich auf das Leben auf 4 Beinen vor. In einen Verwandlungsabkommen einigten sich Hände und Füße dahingehend, dass Daumen und der große Zeh wegrationalisiert werden würden. Bei dem zweiten und fünften Glied verhornte sich die Epidermis schwarz. Die anderen Finger und Zehen traten in den Hintergrund zurück und überließen den restlichen Beiden die Bühne.

Julia war endlich an der Festwiese angekommen und wuselte sich durch die immer größer werdenden Menschenmassen hindurch. Ihr länglicher Körper war perfekt für diese Art von Bewegungen ausgelegt. Oberteil und BH hatte sie auf dem Weg dorthin zurücklassen, da jene ja obenrum nix mehr zu verbergen hatte. Nur noch die Hose hielt Julia krampfhaft fest, weil sie ungern völlig nackig herumlaufen wollte. Ihre behaarten Beinchen hatten auch schon dem Druck der Kürzung nachgegeben. Nur die unteren Pfötchen hatten ihren Willen bekommen und durften für die Einbuße je eines Zehs auch X-Men Krallen bekommen. Ein dichter Haarteppich fuhr über ihren Rücken bis zu den flachen Hintern. Das Steißbein fühlte sich animiert, aus sich rauszugehen und als länglicher Schwanz mit schwarzer Fellspitze die Welt zur erkunden. Nur noch ein Bereich hatte sich standhaft bis zu diesem Zeitpunkt gegen die Verformung des Körpers gewehrt. Doch auch diese menschliche Bastion stürzte ein und war der heftigsten Verwandlung am ganzen Körper unterworfen. Aus einer Julia wurde ein Julian.
„Ahhhhhhh“, sprach die ehemalige Frau mit tierischen Lauten und ließ die Hose fallen.
„Oh! Tschau mal! Da steht ja ein Erdmännchen! Wie süß!“, sagte eine Frau und beugte sich zu ihr herunter. Mit den gigantischen Pranken wollte sie Julia streicheln, aber ihr Instinkt animierte die ehemalige Frau zur Flucht.

„So richtig schön“, grunzte Chris zufrieden, deren Körper außer dem Kopf sich überall verändert hatte und massig und graubehaart daherkam. Seine Eckzähne ragten dem jungen Mann nach kürzester Zeit wie riesige Hauer aus dem lippenlosen Mund heraus. Als eine weitere Durchsage für die Nummer 1023 erschall, richteten sich seine Ohren auf. Graue Fellsträhnen blühten in seinen Gehörgangen auf, als ob er ein alter Mann wäre. Mehrere unansehnlich dicke Warzen wuchsen auf seinen Wangen. Haar und Bart wurden durch dünnes meliertes Fell ersetzt und sein ganzes Gesicht drückte sich weit nach vorne.
„Was ist denn das für ein süßlicher Duft?“, grunzte Chris und presste seine Nase auf den Boden. Dabei wurde jene ganz plattgedrückt und mit seinen Kulleraugen erblickten er ein Tier.

Julia düste von Angst getrieben durch die meterhohen Beinwände, als plötzlich ein Warzenschwein direkt in ihrem Gesichtsfeld auftauchte. Sie bremste, um nicht mit dem dicken Tier zusammenstoßen. Etwas außer Atem wehte der Duft des Tieres um ihre Nase, welcher Julia irgendwie bekannt vorkam.
„Chris, bist du das?“, sprach sie mit tierischen Lauten und musterte das Tier genauer.

„Woher kennst du mich? Warte, mal! Bist du Julia?“, fragte Chris grunzend und versuchte den Duft des Erdmännchens einzuordnen. Dieses nickte nur und beide starrten sich für einige Sekunden fassungslos an. Erst in diesem Moment realisierten beide, das beide Tiere geworden waren.
„Ich kann es noch gar nicht fassen! Träumen wir das vielleicht?“, fragte Chris und ließ wieder einen Furz fahren, der Beiden in den Augen tränte.

„Ne, denke ich nicht! Wir sind wirklich Tiere geworden. Gut, ich bin ein Erdmännchen, was wesentlich besser ist als Warzenschwein. Du weißt ja, dass ich diese Tiere abgöttisch liebe“, schwärmte sie mit tierischen Lauten und machte mit ihren kleinen Ärmchen ausladende Gesten, dass Chris gelangweilt mit den Augen rollte.
„Aber muss ich dafür ein Männchen sein?“, meinte sie und begutachtete ihren Schritt nochmal, ob die ehemalige Frau sich nicht doch verguckt hatte.

„Hey, besser als das dicke Warzenschwein zu sein! Dich finden alle putzig und mich nur hässlich, also wirst du deine neue Männlichkeit schon irgendwie überleben“, meinte Chris grunzend und stupst mit seiner Nase seine Freundin an. Eine Ansage erklang, dass dies die letzte Chance wäre, den Preis für die Nummer 1023 abzuholen. Chris schaute das Erdmännchen an und meinte:
„Julia, hast du noch die Nummer?“

Diese begann sich am ganzen Körper abzutasten und erinnerte sich mit Erschrecken daran, dass das Los in ihrer Hose irgendwo auf der Festwiese lag.
„Wir müssen meine Hose suchen! Ich habe diese irgendwo hier verloren“, sprach sie zu Chris und machte sich schon bereit, danach zu suchen, als ihr Kollege Julia den Weg versperrte.

„Wir werden es nicht mehr rechtzeitig schaffen, das Los zu finden. Spring auf meinen Rücken, dass wir auf die Bühne rennen können! Du schnappst dir die DVD, die uns ja rechtmäßig gehört und danach verschwinden wir!“, meinte Chris und Julia befolgte seine Anweisungen. Als das Erdmännchen auf dem Rücken saß, packte die ehemalige Frau Fell als Zügel und gab dem dicken Scheinepony die Sporen. Laut quiekend bahnte sich der Eber den Weg durch die aufgeschreckte Masse, welche fluchtartig den Weg räumte, in Richtung Bühne. Elisa hatte gar nicht die Zeit, auf die Geschehnisse adäquat zu reagieren, da hatte das kleine Erdmännchen ihr die DVD „König der Löwen“ aus der Hand stibitzt. Mit lauten Getöse verschwand das ungleiche Duo, so schnell es gekommen war, wieder von der Bühne und binnen weniger Sekunden hatte es gänzlich die Festwiese verlassen.
„Das war mal ein Ritt. Puhhh. Bin völlig geschafft. Wir sollten erstmal ein paar Käfer im Wald verputzen und dann schauen wir weiter“, grunzte er und lehnte an einen Baum im Wald.

„Das klingt nach einen Plan, Chris. Was hältst du davon, zusammen die Welt zu erkunden und einfach frei zu leben. Genauso wie Timon und Pumba aus dem Film“, schlug Julia ihm vor und hielt das Pfötchen Chris hin.

„Das klingt nach einen fantastischen Plan! So machen wir es! Lass uns das Leben einfach so genießen, wie es gerade kommt. Vielleicht verwandeln wir uns irgendwann zurück oder auch nicht. Hauptsache „Hakuna Matata““, sagte Chris und schlug mit seinem Fuß ein. 


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Kommentare:


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LifeLine - 16.09.2020 um 16:45 Uhr

Nachdem dein letzter Teil dieser (wirklich langen) Reihe in meiner Kritik nicht ganz gut weggekommen ist, so hat diese Geschichte wieder deine Stärken vollends gut genutzt. Sie nimmt sich Zeit in dem Tempo und auch subtextlich hat diese Geschichte einiges zu bieten. Klar, hier und dort gab es einige Momente, welche mir etwas bizzar vorgekommen waren, aber sonst kannst du diesen Stil gerne fortfahren.


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